Dvorak hat geschrieben: Donnerstag 17. Juni 2021, 12:32
Hier ein aktuelles Video zum eigentlichen Titel:
Hallo zusammen,
nach diesem Video sollte eigentlich wirklich jeder Verständnis entwickeln und die Situation verstehen! Man versetze sich einfach mal in die Rolle der Einkäufer und Händler. Das sind auch nur Menschen, die bemüht sind, das Beste draus zu machen. Da nützt es nichts, wie Rumpelstilzchen rumzukrakelen. Das machts nicht besser. Ich will gar nicht mehr wissen, warum mein LT bereits 3x verschoben wurde und wahrscheinlich noch weitere Male verschoben wird. Denke da könnten z.B. die Werksferien noch dazwischen kommen, die es gewiss bei irgendeinem Zulieferer oder Carthago/Fiat gibt…. So what? Hauptsache wir sind gesund und freuen uns darauf, irgendwann wieder reisen zu können. Diese ganzen Spekulationen sind zwecklos. Heizen nur die Gemüter auf. Viele tausende von Menschen können als Ergebnis der Pandemie überhaupt nicht mehr reisen(weil sie tot sind) und wünschten, sie hätten solche Luxusprobleme wie wir!
Bleibt gesund und freut euch auf euren Kasten.
Gruss Peter
..Hmm...wenn ich Händler wäre würde ich mich über solch einsichtige Kunden freuen.
Verträge sind rechtskräftig unterschrieben, eventuell ist auch schon eine Anzahlung im Haus....mit mit viel Glück kann ich als Händler auch noch die Preissteigerung für das MJ 2022 kassieren...und der Kunde ist zähneknirschend bereit es zu akzeptieren da er unbedingt sein WoMo haben möchte....
Verrückte Welt bzw. ein klarer Verkäufermarkt.
Das stimmt wohl. Als Kunde ist man momentan nur eine Nummer. Selbst wenn man storniert ist das Fahrzeug innerhalb von wenigen Tagen vom Hof gekauft. Die Branche boomt wie nix. Trotzdem kann man ordentlich und offen mit dem Kunden kommunizieren das sollte das Mindeste sein.
Wir hoffen das unser Malibu der im April geliefert werden sollte wenigstens für den Trip nach Schweden im Oktober bereit steht und ich es vorher eventuell noch packe im Schwabenländle ne TTT einbauen zu lassen.
Bei wirklich wirklich allem Verständnis für die Wartenden, ja ich wäre genauso frustriert.
Die eingeforderte Transparenz bringt hier aber gar nix auch wenn es offenkundig (IT-)Branchen gibt bei denen das erforderlich ist um den Kunden bei Laune zu halten. Hier treffen übermässige Nachfrage auf Lieferengpässe von Komponenten. Doppelt problematisch.
Und selbst WENN bei Malibu einer ans Telefon ging und selbst WENN er sich die Mühe machte zu untersuchen woran jetzt gerade die Auslieferung einer ganz bestimmten Baunummer scheitert. Was sollte diese Transparenz dann bringen? Ja was? Man erfährt längst Bekanntes und ist ebenso schlau wie vorher. Ich verstehe die Neugier, aber sie trägt mal genau gar nichts zur Entspannung der Situation bei, ausser die Arbeitszeit eines Mitarbeiters zu verschwenden. Und deshalb läuft die Mailbox, jeder will wissen warum SEIN Malibu/Carthago nicht kommt. Entweder über den Händler oder selbst. Im Übrigen sollte längst hinlänglich bekannt sein, dass es ÜBERALL, selbst bei den ordinärsten Baustoffen Lieferverzug in nie dagewesenem, ostblockartigem Ausmass gibt. Es gibt in meinem Umfeld einen Handwerksbetrieb, der bei vollen Auftragsbüchern seine 12 Mitarbeiter in die Kurzarbeit sendet, weil Material fehlt und auch absehbar für Geld und gute Worte nicht kommt. Der Mann ist vollkommen fertig! Hier ist der Mangel ein, sorry! Urlaubsmobil.
Wenn man berücksichtigt dass kein Zulieferer des Zulieferers, kein Komponentenhersteller und letztlich auch kein Womohersteller einen Vorteil davon hat, dass er NICHTS liefern und auch NICHTS abrechnen kann, dann sollte man einen anderen Blick darauf erhalten.
Zählt nur mal die Morelos im Video und multipliziert mit einem Schnitt von EUR 200.000,- (reicht das?) und übertragt das auf einen Massenhersteller wie Hymer, Knaus, Malibu...... wenn teuerste Liner wegen EINER fehlenden Scheibe, einem Glühstift für die Truma nicht ausgeliefert werden können......da liegen die Nerven blank!
Die Situation als solche rechtefrtigt nicht naturgemäss eine Preissteigerung der Zulieferer, diese ist ein Wirtschaftsreflex bei Verknappung. Diese muss für laufende Aufträge von den Herstellern eingebüsst werden. Muss man hinnehmen, auf die Marge anrechnen und wird mE ganz erhebliche Auswirkungen auf die Preislisten der Wohnmobilhersteller für die kommende Jahre haben.
Deshalb tun sich Stornierer jetzt so richtig ins Knie schiessen, wenn sie auf eine Normalisierung der Lieferzeiten warten. Einerseits kann die dauern und andererseits werden die überproportionalen Aufschläge auf die Listenpreise beibehalten, so lange die Nachfrage derart anhält. Dort hängt man sich natürlich an die Preiserhöhungen mit einem eigenen Aufschlag dran. So lange es bezahlt wird (Indikator ist die Nachfrage/Lieferzeit) auch legitim.
Es grüßt der Wolfgang
.....Malibu GT 600 DB Charming, Maxichassi abgel. 3,5 t. Dieselheizung, Kompressorkühli
auch ich kann den Frust der Wartenden mehr als nachvollziehen. Wir hatten noch Glück denn unser Mobil ist nur leicht von der Pandemie berührt worden und im Juni letzten Jahres mit 4 Monaten Verspätung geliefert worden. Ich war damals maximal unentspannt.
Dennoch hat sich seitdem leider die Situation massiv verschärft.
Gerade im Bereich der elektronischen Bauelemente herrscht Chaos.
Nur mal ein Beispiel: in unseren Produkten wird ein Prozessortyp verwendet und zwar in fast jeder Komponente.
Als erstes wurden uns alle Lieferverträge gekündigt.
Daraufhin haben wir ca 6 Wochen (bis dahin waren unsere Lagerbestände aufgebraucht, just in Time lässt grüßen) verzweifelt versucht irgendwo den Prozessor zu bekommen.
Dann hatten wir einen Lieferanten gefunden und zahlen jetzt statt rd. 5 € pro Stück fast 70 Britische Pfund.
Die Alternative wäre gewesen, 2000 MA in die Kurzarbeit zu schicken, und sämtliche Kundenverträge zu kündigen.
Wir haben uns für die Kostenerhöhung entschieden. Und wir hatten Glück, denn durch den Einwurf zusätzlicher Münzen bekommen wir das Material überhaupt.
Ich glaube, das ist aber nicht immer gegeben.
Und ich weiß, was unsere MA in der Zeit geleistet haben.
Insofern habe ich auch ein gewisses Verständnis für das Verhalten von Malibu und Carthago. Die sind schlicht hilflos.
Wie schon einige geschrieben haben, ändert das Wissen darum welches Teil nun genau fehlt nichts an der Situation.
das Video finde ich klasse. Das die Dame so gelassen ist, finde ich bewundernswert. Die Hertseller haben im Moment unterstellter Weise extreme finanzielle Probleme, wenn die "Halbfertigen Arbeiten" explodieren und die Preise der Zulieferteile explodieren. Zumal nicht flüssig produziert werden kann. Was für ein Desaster.
Es würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere Hersteller das garnicht übersteht.
In der Bauindustrie sieht es ähnlich aus. Vielleicht noch dramatischer, zumal Preissteigerungen von 200 - 300 % auf Holz und Holzwerkstoffe in den letzten 3 Monaten zu verkraften sind. Dazu kommt das man keine Ware bekommt, selbst zu diesen Preisen.
Wer vor dieser Zeit Vertäge als AN ohne Materielgleitklausel gemacht hat steht nun vor dem zinanziellen Ruin.
Verrückte Zeiten.
Gruß Uli
"Wir stecken in der Bredouille!" Antwort "Ach wie schön das Ihr wieder in Frankreich seid"
Lenkerlinks hat geschrieben: Freitag 18. Juni 2021, 10:34
das Video finde ich klasse.
ich find´s langeweilig.
Und wer das Video benötigt um zu verstehen, der muss doch die letzten Monate in einem Paralelluniversum gelebt haben,
von allen Nachrichten dieser Welt abgeschottet.
Quadrifoglio hat geschrieben: Freitag 18. Juni 2021, 10:48
Lenkerlinks hat geschrieben: Freitag 18. Juni 2021, 10:34
das Video finde ich klasse.
ich find´s langeweilig.
Und wer das Video benötigt um zu verstehen, der muss doch die letzten Monate in einem Paralelluniversum gelebt haben,
von allen Nachrichten dieser Welt abgeschottet.
Damit ist bewiesen, dass es mindestens ein Paralelluniversum gibt.
Egal, drücken wir den Wartenden, den Händlern und den Herstellern die Daumen und hoffen auf Verständnis.
Gruß Uli
"Wir stecken in der Bredouille!" Antwort "Ach wie schön das Ihr wieder in Frankreich seid"
Hallo,
Ich habe letztes Jahr im Oktober einen 640LE bestellt. Liefertermin wurde mit KW24 angegeben. Noch eine Woche vorher sagte der Händler auf Nachfrage, dass dem Termin nichts im Weg stünde, zu Verzögerungen könne es zwar nal kommen, aber wäre unwahrscheinlich. Die Woche der Auslieferung verging ohne Can und ohne Reaktion des Händlers. Schließlich - nach erneuter Rückfrage - hieß es auf eibmal: letzte Juli-Woche. Und dann ganz bestimmt. Zwei mal wäre noch nie was verschoben worden.
Dass die Händler auch nix dafür können, dass die Fahrzeuge nicht fertig werden - geschenkt. Und das es an Elektronikteilen, Holz, Kupfer und eigentlich an fast allem außer Erbsensuppe mangelt, weiß auch jeder, aber: das macht es nicht besser wenn man seit neun Monaten sehnsüchtig darauf wartet, endlich mal wieder raus zu kommen.
Mich qürde einfach interessieren, wie glaubwürdig es ist, dass die Lieferfristen sich "nur" um vier Wochen verzögern. Oder ob eure Erfahrungen sagen, dass das eher eine Hinhaltetaktik ist und es auch vier Monate Verspätung werden können.