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Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Montag 29. August 2016, 08:45
von Wun
Hallo Leute.

Letzte Woche hab ich mein Womo bei Goldschmitt auf 4800 kg auflasten lassen.
Ich musste technisch nichts ändern, da schon eine Zusatzluftfeder an der HA und eine Vollluftfeder an der VA verbaut war.
Um die Änderung einzutragen, hat der TÜV-Mitarbeiter das Fahrzeug natürlich angesehen.

Dabei hat er an den Luftbälgen der HA einen Schaden gefunden( siehe Bilder) .
Lt. den Mitarbeitern von Goldschmitt kommt der Schaden von Fahren ohne Luft (Druck) in der Anlage.
Da ich mir aber 100% sicher bin, nicht ohne Luftdruck gefahren zu sein, kann ich mir eigentlich nur vorstellen, dass mit zu geringem Druck gefahren wurde.
Ich fahr normalerweise mit 3,5 bis 4 bar. Das sollte nach Aussage von Goldschmitt OK sein.
Nun habe ich aber in Walldürn gelernt, dass man immer den Druck so wählen soll, dass zwischen Luftbalg und Befestigungsplatte am Rahmen 4cm Platz bleibt.
Ich muss zugeben, dass ich darauf nicht geachtet habe. Wenn also 3,5 bar zu wenig ist, sprich die 4cm nicht eingehalten werden, scheuert evtl der Balg am Träger.
Nur wer legt sich schon vor jeder Fahrt unters Womo und misst nach?? Natürlich könnte man auch einen Punkt am äußeren Womo (z.B. Radlauf) nehmen und den Abstand zum Boden bei korrektem Luftdruck messen. Aber erstens wird das nur bei ebenen/geradem Untergrund funktionieren und zweitens, macht das jemand??

Auch die Luftbälge der VA sind, in dem Bereich wo sie über die Alubefestigung rollen, rauh. Auch das soll von Drucklosem Fahren kommen.
Nur hat die Volluftfeder eine automatische Nivellierung, d.h. es kann gar nicht ohne Luft gefahren werden. Angeblich hätte ich die Steuerung über einen Serviceschalter ausgeschalten und wäre dann ohne Druck gefahren.
So ein Quatsch!! :evil:
Bilder von der VA hab ich grad keine. Werde aber noch welche machen und nachreichen.

Ich will euch damit nur sagen, schaut mal die Luftbälge euerer Anlage an, ob nicht auch so ein schleichender Schaden vorliegt obwohl ihr NICHT drucklos fahrt.
Vielleicht könnt ihr auch eine Rückmeldung geben, wie die Bälge bei eurer Luftfeder aussehen. Nur damit ich einen Eindruck hab wie es bei anderen aussieht.
Danke.

Gruß
Micha
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Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Montag 29. August 2016, 15:04
von UdoF
Hallo,
auch ich hatte an meinem Vorgänger-Mobil (Hymer) einen Schaden an der HA. Der Balg war durchgescheuert und ist in Portugal geplatzt.
Laut Einweisung sollte ich immer mit 2,5 bar fahren, dies habe ich auch stets getan. Später erklärte mir der Meister von Goldschmitt, ich solle mindestens auf 3-3,5 bar aufpumpen.
Der Balg wurde anstandslos gewechselt (habe nur eine eine Montagestunde bezahlen müssen)!

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Montag 29. August 2016, 15:20
von Wun
Tja, so wars bei mir leider nicht.
Die Leute (bzw der Meister) bei Goldschmitt ging keinen millimeter von seiner Behauptung weg, ich sei ohne Luftdruck gefahren.
Selbst an der VA, wo das ja normal gar nicht möglich ist durch auto. Nivellierung. Ich musste also voll bezahlen. 2x Luftbalg + 2 Std. Arbeitszeit.
War nicht billig. Und Kulanz war auch nicht drin. Nicht mal teilweise. Warum auch? Der wusste genau, dass ich so nicht vom Hof fahr. :evil:
Ich bin Laie und muss mich auf die Aussagen der Werkstatt verlassen.

Gruß
Micha

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 07:23
von Wun
Hallo Rainer.

Nein, hab ich nicht. :oops: Es wurde zwar darübr gesprochen (mit dem Mechaniker, nicht mit dem Meister), aber mir war klar, dass da nix mehr geht.
Mir geht es jetzt auch nicht darum im Nachhinein noch Kulanz zu bekommen für die Bälge der HA.
Es geht mir erstens darum, dass vielleicht andere Forumsmitglieder gar nicht wissen, dass man auf die Abstände von Balg zu Befestigung so genau achten muss, bzw einfach der Hinweis : "seht doch mal nach, vielleicht weisen eure Bälge ähnlichen Schaden auf"
und zweitens darum, ob und wann die Bälge der Vollluftfeder an der VA getauscht werden müssen und ob da ein Bedienungsfehler oder Material-/Einstellfehler vom Hersteller vorliegt. Weil dann werde ich schon Versuchen was in Richtung Kulanz zu erreichen.
Ich hab zwar Bilder von drer VA gemacht, die jetzt aber zuhause liegen lassen :oops: Werde ich aber noch einstellen.

Hier noch ein Bild von einem Balg der ähnliche Schäden auweist wie der bei meiner Luftfeder.
Also rauhe Oberfläche im Bereich über den der Balg rollt.
11441746mo_teil.jpg
Gruß
Micha

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 10:29
von Miura
Hallo ok ich denke da macht es sich Goldschmitt einfach, wenn ich eine solche Konstruktion mache muss man eigentlich das Umfeld beim Einbau mitberücksichtigen.
Die Bälge sind sehr lang was unweigerlich eine seitliche Abweichung beinhaltet, selbst bei ausreichend Luft im Balg ist auf diese Länge eine seitliche Neigung durch das Fahrzeug/Fahrzeuggewicht nicht auszuschließen.
Ich würde mal den Tüv ansprechen der das Gutachten erstellt hat und mich hinsichtlich dieses Umstandes erkundigen, ich glaube nicht dass man diesen Umstand bei dem Gutachten beachtet hat.

LG
Miura

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 12:03
von Wun
Hi Miura.

Danke für deine Erklärung.
Nur im Moment steh ich etwas auf dem Schlauch. So richtig versteh ich nicht was ich klären soll :oops:
Soweit ich das beurteilen kann, entsteht die rauhe Oberfläche durch das Rollen über den Alukegel. Oder seh ich da was falsch??

Gruß
Micha

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 12:48
von Miura
Ich meine es ist ja nicht nur das Rollen angesprochen sondern auch Beschädigungen außen.
Dies wird wohl durch weniger Luft im Balk begünstigt, aber doch nur wenn Umbaute Teile vom Rahmen etc. Kontakt zu dem Balk bekommen.
Wenn ich einen Spielraum habe für die Lufteinstellung muss ich auch den Platz haben wenn der Balk z.B. dicker wird oder sich eben seitlich ausdehnt.
Auch bei Dir wenn da eine min-max. für die Luft empfohlen wird muss die Konstruktion den Luftbereich berücksichtigen, wenn Du von dem Alukegel sprichst der das verursacht haben soll, dann ist diese eben allgemein falsch dimensioniert.
LG
Miura

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 14:38
von Wun
Miura hat geschrieben:Ich meine es ist ja nicht nur das Rollen angesprochen sondern auch Beschädigungen außen.
Dies wird wohl durch weniger Luft im Balk begünstigt, aber doch nur wenn Umbaute Teile vom Rahmen etc. Kontakt zu dem Balk bekommen.
Wenn ich einen Spielraum habe für die Lufteinstellung muss ich auch den Platz haben wenn der Balk z.B. dicker wird oder sich eben seitlich ausdehnt.
Auch bei Dir wenn da eine min-max. für die Luft empfohlen wird muss die Konstruktion den Luftbereich berücksichtigen, wenn Du von dem Alukegel sprichst der das verursacht haben soll, dann ist diese eben allgemein falsch dimensioniert.
LG
Miura
Ok. jetzt hab ich es wohl verstanden.
Du meinst die Schäden an den Bälgen der HA. Die Schäden waren leider genau an der Stelle, wo der Balg ohne Druck aufliegt.
Dass der auch an der gleichen Stelle scheuern würde wenn das Verhältnis Luftdruck / Beladung nicht passt und der Abstand < 4cm ist, konnt ich nicht beweisen. Wie auch? Man hätte den angegebenen Mindesdruck einstellen,
das Fahrzeug beladen müssen und anschließend hätte jemand während der Fahrt unter dem Auto die Bälge beobachten müssen.
Der Balg wird nach meiner Kenntnis auch nicht wesentlich dicker bei Belastung , sondern rollt, wie der Name Rollbalg schon andeutet, in sich ein. Also kein Scheuern an den Seiten.
Ach, egal. Ich hab die Teile wechseln lassen und ich glaube nicht das da jetzt nochmal verhandelt wird.
Eigentlich geht's in Zukunft nur noch drum, den Wechsel der VA-Bälge zu regeln.
RainerBork hat geschrieben:Hallo Micha,

überlege mal wie das bei Reisbussen und Lkw's aussieht. Die sind täglich auf den Straßen unterwegs und den Luftbälgen passiert nichts durch die Rollbewegung über den Kegel.
Dafür sind die gemacht und das müssen die aushalten.
Bei mir war ein Balg bereits nach 700 km wieder defekt. Mir wollte man auch mit "Fahren ohne Luft" kommen. Daass scheint wohl die Standardausrede zu sein.
Ich bin gerade wieder daheim angekommen. Ich schaue mal nach, was ich noch an Unterlagen von damals habe.
Ja, Rainer das denke ich auch. Deshalb bin ich der Meinung, dass an der VA ein Fehler am Material vorliegt.
Und so wie es sich bei meinen Recherchen darstellt, gab es den Fehler schon früher.
Wenn du noch Unterlagen hättest, würde mir das bestimmt helfen. Besten Dank

Gruß
Micha

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 14:47
von Miura
Ja aber Micha was ist wenn es aber wieder passiert?
Hast Du schonmal mit dem Carsten Stäbler telefoniert, was er dazu meint im allgemeinen, den er verbaut sicher kein Goldschmitt Zeug, kennt aber mit Sicherheit die Sachen und auch im Vergleich zu seinen Teilen.
Man kennt immer den Wettbewerb wenn es gut sein muss, er hat da auch mal gewirkt
LG
Helmut
Miura

Re: Schaden an Luftbalg Goldschmitt Luftfeder

Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 15:01
von Wun
Miura hat geschrieben:Ja aber Micha was ist wenn es aber wieder passiert?
Hast Du schonmal mit dem Carsten Stäbler telefoniert, was er dazu meint im allgemeinen, den er verbaut sicher kein Goldschmitt Zeug, kennt aber mit Sicherheit die Sachen und auch im Vergleich zu seinen Teilen.
Man kennt immer den Wettbewerb wenn es gut sein muss, er hat da auch mal gewirkt
LG
Helmut
Miura
Hallo,

Hab ich noch nicht. Hab ich aber vor :mrgreen:
Leider sind die im Moment auf der Messe und erst wieder ab 5.9. da.
Werde aber mal vorab ne mail loslassen. Bin gespannt was er dazu sagt. (hoffentlich unvoreingenommene Meinung)

Gruß
Micha