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Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 09:06
von Arno44
Auch bei unserem C Line 4.9 T Bj 2016 gibt es Probleme mit der Dichtigkeit des unteren 100 Liter Frischwassertanks wenn der Zusatztank mit 70 Liter gefüllt ist. Da ich den Zusatztank aus Gewichtsgründen nur bei längeren Fahrten ohne Nachtankmöglichkeit, zum Beispiel jetzt im Winter benutze, ist mir das jetzt wieder aufgefallen. Bei komplett gefülltem Zusatztank drücken 70 kg Wasser auf alle Verschlüsse und Verbindungen des tiefer liegenden Haupttanks und die Gefahr des Wasseraustritts ist konstruktionsbedingt sehr groß. Den roten Revisionsdeckel habe ich mit aller Gewalt angezogen und der ist nach meiner Beobachtung dicht. Es tritt jedoch Wasser am Entleerungshahn (Bild 1) aus, da dieser nur mit einer Kontermutter im Tank und einem Dichtungsring außen abgedichtet ist (Bild 2). In meinem Fall scheint auch das Verbindungsgestänge zum Verschlussstopfen ein paar Millimeter zu lang zu sein (Bild 3), sodass sich die Verbindung des Tanks zum Entleerungshahn nicht fest anziehen lässt. Ich werde das Gestänge um die betreffenden Millimeter kürzen und den Entleerungshahn zu Not einkleben.
Wer hat Erfahrung mit dem dazu notwendigen kebensmittelechten Kleber (Sikaflex oder ähnlichen) ?

Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 13:32
von Benutzer 3335 gelöscht
Ne, aber vielleicht kannst Du besser rechnen....
1 Meter Wassersäule entspricht ca. 0,1 bar Druck.


Gruß Rufus


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Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 17:31
von Arno44
vielen Dank für die Belehrung, mit den 70 kg lag ich wohl falsch. Dennochj hilft mir das nicht weiter

Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 18:18
von Arno44
ergänzend meine Frage: sollte der Entleerungshahn werksseitig eingeklebt sein wie der Füllstandsanzeiger ? Bei der Nacharbeit hat es mein Händler mit Teflondichtband und Kabelbinder versucht, aber das half nicht !

Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 18:20
von Andreasfi2
Hallo Arno,
Arno44 hat geschrieben: Donnerstag 11. Januar 2018, 17:31 vielen Dank für die Belehrung, mit den 70 kg lag ich wohl falsch. Dennochj hilft mir das nicht weiter
da hast Du wohl recht - aber ich Frage mich, warum Du das nicht beim Händler reklamierst? Wenn Dein Fahrzeug aus 2016 ist solltest Du noch Gewährleistung haben!?! SikaFlex dichtet ziemlich gut ist aber meines Wissens nach nichts für Trinkwasserinstallationen. Wenn ich mir das Bild ansehe würde ich eher darauf tippen, dass da eine Dichtung fehlt (Oberteil/Dichtung/Tankwand/Dichtung/Mutter). Und was macht das Teflonband auf dem Gewinde? War das so original eingebaut?

Viele Grüße

Andreas

Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 18:53
von Klauß
Hallo, ich finde es ist erschreckend über Jahre hinaus die ungelöste Murksarbeit von Carthago lesen zu müssen.Als zweiter Besitzer eines C-Line 4.9 aus dem Baujahr 2013, den ich bei einem Kilometerstand von 8000 Km übernommen habe, ist bis jetzt nach einem Kilomterstand von 28000 Km soweit noch kein bedeutender Schaden eingetreten.Einiges habe ich selbst nach meinen Vorstellungen im Innenbereichen geändert bzw. verbessert.Eine so bedeutende Firma wie Carthagos die sich selbst auf das "Premiumtreppchen" gestellt hat, denn dort gibt es aus meiner Erfahrung ganz andere zuverlässigere Premiumhersteller, sollte Fahrzeuge weitestgehend ohne Herstellungsmängel bauen können, oder wollen !? Zumindest werde ich nach einer gewissen Laufzeit von diesem Premiumhersteller kein weiteres Premiumfahrzeug mehr erwerben.Der Henweis sei mir gestattet, daß ich einen hervorragenden Händler/Werkstatt durch Zufall in Ochtrup gefunden habe und dort bestens betreut werde.
Gruß Klaus

Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 19:27
von Benutzer 3335 gelöscht
Sorry Arno,

aber da musste ich erst mal auf Rainer reagieren...

Also das war bei unserem 4.9 ähnlich.
Die Dichtung der Kontrollöffnung ist nicht der Hit.
Das Thema und Abhilfe wurde schon mehrfach hier erwähnt. Was das Frischwasserablassventil angelangt ist die Sache etwas anders. Wasser kann durch die Welle des Ventils austreten(wie bei mir) oder die Verschraubung des kompletten Ventils. Leider sind beide Problemstellen keine glücklichen Ingenieurlösungen, da das Ventil im Boden des Tanks zum einen schließen muss und gleichzeitig damit den Tanks oben durch den Schließdruck verformt.
Das funktioniert wenn die Teile perfekt gefertigt sind.
Aber es handelt sich hier im Kunststoffblasteile, die im Herstellungsverfahren etwas variieren.
Außerdem kommt ja noch das Gewicht ( nicht Druck) von ca. 100kg dazu, welcher aber in der Fläche den Tank verformt.
Soweit so gut. Also was machen ?

Wenn der Wasseraustritt direkt an der Welle ist, würde ich die Dichtung der Ventilwelle oben prüfen/erneuern und mit Lebensmittelfett schmieren. Das kann man leicht prüfen wenn man das Drehrad abschraubt.
Sollte das Wasser durch die die Verschraubung austreten, zuerst sicherstellen, das kein Grat am Loch vorhanden ist. Dichtung auf Beschädigungen prüfen/erneuern. Auch hier würde ich die Dichtflächen mit etwas Lebensmittelfett (Vaseline z.B.) benetzten.
Das Ganze mit einem Schlüssel schön festziehen.
Dann der obligatorische Dichtigkeitstest.
Da wir ja schon durch Rainer gelernt haben, das der Wasserdruck des oberen Tanks kaum einen Unterschied macht, muss der obere Tank zum Testen auch nur mit wenig Wasser befüllt werden.


Gruß Rufus


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Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 23:54
von GR75
Hallo Rufus,

jetzt hab ich ein Verständnisproblem. Von Dir hab ich gelernt, dass der Druck proportional zur Wassesäule sei (1m Wassersäule soll nach Deinem weiter oben stehendem Beitrag einem Druck von 0,1 bar entsprechen). Wenn der senkrecht stehende obere Tank gefüllt ist, ist die Wassesäule in den kommunizierenden Gefäßen doch um ein Vielfaches höher als wenn nur der flach und zudem noch tiefer liegende untere Tank gefüllt ist und dem zu Folge müsste der Bodendruck im unteren Tank um ein Vielfaches höher sein, wenn auch der obere Tank gefüllt ist. Von Rainer habe ich zwar gelernt, dass er kein Supermann sein muss, wenn er den Auslass eines 1000 l - Tanks mit der Hand zuhalten kann, was aber nach meinem Verständnis noch lange nicht bedeuten muss, dass bei der Dichtigkeitsprüfung eines Ablasshahnes eine Druckerhöhung um ein Vielfaches keine Rolle spielen würde. Hinzu kommt, dass bei dem senkrecht stehenden oberen Tank die Wassersäule im Verhältnis zur Füllmenge viel höher ist als im flachen unteren Tank, so dass für die Druckverhältnisse am Ablasshahn doch gerade die Füllung des oberen Tanks die entscheidende Rolle bei der Dichtigkeitsprüfung spielen müsste. :?: :| :wtf:

LG Reinhart

Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Freitag 12. Januar 2018, 07:42
von Benutzer 3335 gelöscht
Reinhart,
Das Gewicht des Wassers und der Druck des Wassers sind nun mal andere Einheiten. Auf dem Boden eines 100l Tanks lasten 100kg Gewicht. Das Wasser baut beim Abfließen aus 1m Höhe aber nur einen am Abfluss von ca. 0,1 bar auf.
Daher lastet das Gewicht des oberen Tanks nicht auf dem unteren Tank, sondern auf dem Chassis darunter. Folglich ist es auch egal ob der obere Tank voll oder nur halbvoll zum testen der Dichtigkeit das unteren Tanks ist oder nicht. Denn der Wasserdruck wäre der Gleiche.




Gruß Rufus


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Re: Neuer C Line 4.9 T Frischwasserverlust

Verfasst: Freitag 12. Januar 2018, 08:54
von Docsauerland
Wichtig ist der vorhandene Druck (am Ventil), und nicht das Gewicht des Wassers (das letztendlich, wie Rufus richtig schreibt, auf dem Chassis lastet).
Und der Druck richtet sich da nur nach der Höhe der Wassersäule, also von Oberfläche bis zum Ventil.
Da ist es das gleiche ob "Super-Rainer" es schafft sein Regenfass mit der Hand und einem Meter Wassersäule (also 0,1 bar) zuzuhalten, oder ich es sogar schaffe, einen Meter unterhalb der Wasseroberfläche der Möhnetalsperre ein Loch in der Sperrmauer mit der Hand zuzuhalten (auch 0,1 bar)!

Somit ist es richtig, je höher der Wasserstand im oberen Tank umso mehr Druck auf dem Ventil unten (wie gesagt, nur die Höhe der Wassersäule interessiert).
Reinhards "Bedenken" sind somit nachvollziehbar, denn ein senkrecht stehender Tank hat eine höhere Wassersäule als ein flach liegender Tank.

Viele Grüße von Mauritius,
Stefan