Wir folgen der Empfehlung einer "Einheimischen" und landen in der kleinen Trattoria Gusto e Arte.
Und das ist tatsächlich die kleinste Trattoria in der ich jemals gegessen habe.
Eingangstür, die Stufen runter, ein Vierer - und zwei Zweiertische in der Trattoria, also im Raum.
Betreiber ist Toto' der alles in Personalunion managed.
"Das Bad befindet sich links", " Irgendwelche Allergien ?" "was darfs zu trinken sein? " ansonsten: Platznehmen und essen.
Danksagungen aus aller Herren Länder finden sich mit Filzstift an den Wänden dieser urigen Trattoria verewigt.
Es gibt "nur" eine Vorspeise : Pasta fagioli und "nur" das eine Hauptgericht: Eine Aufschnittplatte
Aber was für ein Gedicht von einfachen Speisen:
Die pasta auf den Punkt al dente, die Bohnen nicht zu hart, nicht mehlig wie mans manchmal antrifft, die Schale weich,
alles perfekt gewürzt
Auf der Platte befindet sich ein Crostino mit einer eingelegten Zwiebel, ein anderer mit einem speziellen Schinken,
es gibt Mortadella mit Pistazien, weitere Schinkenspezialitäten und etwas Käse.
Eine Schale mit einigen eingelegten Oliven und Tomaten. Es zergeht alles auf der Zunge ! So einfach und unbeschreiblich lecker !
Ein Pärchen betritt den Raum. "Irgendwelche Allergien ?" fragt Toto'. Sie antwortet: "Ich mag kein Fleisch und mein Mann kein Gemüse"
Toto' zuckt ratlos mit den Schultern und schaut bedrückt, während wir und die anderen Gäste in schallendes Gelächter ausbrechen...
Am 19.12.24 führt ein kleiner Ausflug nach Pachino, Portopalo und Marzamemi.
Wir wählen den Weg über die Uferstraße, direkt am Meer entlang.
Der Flugsand vom Strand und Dünen wandert an manchen Stellen über die Straße.
Donnerstags ist Markttag in Pachino. Am Ende bin ich bepackt mit Einkaufstaschen.
Die Sporthose entpuppt sich zu Hause dann als 3XL, da hat der Verkäufer wohl was verwechselt...
Bei den günstigen Preisen ärgere ich mich nicht lang und verschenke sie weiter.
Zum Schluß gibt's noch eine Tüte Gemüse für vier € vom komplett in rot eingekleideten Verkäufer.
Für's Foto bekommen wir noch drei große Tomaten oben drauf geschenkt.
Weiter geht's auf kleinsten Straßen durchs Hinterland bis ans Meer.
In einem Teich entdecken wir tatsächlich Flamingos beim fressen.
Auch das trifft man in der Landschaft an, leider ein alltäglicher Anblick.
Es gibt kaum einen Parkplatz oder eine Parkbucht die nicht zugemüllt sind.
Das Zeug liegt auch nicht erst seit drei Tagen da rum, dient teilweise als Nahrungsquelle für rumstreunenden Hunde.
Diese sollen angeblich nicht auf Menschen gehen, aber mich als Fahrradfahrer am Strand mochte einer letzte Woche nicht.
Fünf Angriffsversuche, bis ihn netterweise eine Spaziergängerin ablenkte und ich mich trollen konnte... nichts passiert.
Die Aussicht in der Gegend von Portopalo Richtung Marzamemi.
Die Hafenanlage von Marzamemi. Momentan ein schöner freier Parkplatz auf dem sich auch zwei Wohnmobile befinden.
Auf Nachfrage erfahren wir, dass die Guardia Costiera Camper wegschickt, aber die sind wohl grad nicht da...
Die auf Grund gelaufene Segelyacht liegt immer noch gleicher Stelle im Hafen wie letztes Jahr. Nichts passiert bisher...
