Zwischenzeitlich, nach 2 Jahren, bleibt das Spülwasser, je nach Tankstand, sogar stehen. Die Leitungen mit "Rohrfrei" gesäubert, es ist aber keine merkliche Verbesserung eingetreten und ich bin ziemlich ratlos.
Dass die Sackleitung nicht gerade toll ist, dürfte klar sein.
Aber irgend etwas hat sich ja auch noch verändert, damit sich die Dinge weiter verschlechtert haben.
Das wird vermutlich nicht eine einzelne Sache sein, sondern wie so oft die Summe von mehreren Dingen.
Es ist für mich auch eine Frage wie die Leitungen gesäubert wurden.
Nach meiner Erfahrung im Auto und im Heimbereich lässt sich ein System nur unzureichend oder nur sehr aufwändig gründlich reinigen.
Wenn man "Rohrfrei" nutzt dann hat es im Syphon noch eine, wenn auch begrenzte Wirkung.
In den weiter entfernten Bereichen bringt das aber nur noch minimal was.
Beispiel aus dem Heimbereich: Wenn ein Syphon an einem Waschbecken sehr schlecht abläuft, dann bringt "Rohrfrei" zwar eine kurze Linderung.
Das hält aber meist nur kurz an. Wirklich Ruhe ist dann nur, wenn man den Syphon ausbaut, gründlich reinigt und das System spült.
Im Wohnmobil ist eine der Ursachen der schleichenden Verschlechterung, auch der begrenzte Wasservorrat im Wohnmobil und das damit verbundene Wasser sparen.
Dadurch werden die Leitungen weniger gespühlt und die Inhaltsstoffe im abfließenden Abwasser (Fette, Seifen, Tenside, Haare, Hautschuppen...) können sich besser in den Abwasserleitungen ablagern. Durch die Ablagerungen reduziert sich die Fließgeschwindigkeit noch weiter was zu weiteren Ablagerungen führt, bis nichts mehr abläuft.
Wichtig ist, dass von vornherein möglichst wenig Stoffe in die Abwasserleitungen eingebracht werden, die sich ablagern können. (Gilt generell für Haus und Mobil)
Je kleiner die Teile sind, die mit dem Abwasser abgehen, umso besser ist das für das System.
Daher ist im Bad auch ein zusätzliches Sieb über dem Abfluss und an der Spüle wird das vorhandene Sieb regelmäßig gereinigt.
Vor allem in der Sackleitung dürfte sich durch die langsame Fließgeschwindigkeit einiges abgelagert haben, was nur mit Reiniger und gründlichem Spülen wieder reduziert werden kann.
Gleiches gilt für die Syphons, dort ist es aber meist noch besser weil direkt unter dem Becken die Fließgeschwindigkeit meist noch am höchsten ist.
Bei mir ist an dem ein Jahr alten Fahrzeug das Wasser auch immer schlechter abgelaufen, bis es nahezu nicht mehr wollte.
Ich habe die Leitungen dann mit Tankfresh von Thedfort gereinig und dann gründlich gespült.
Zum Spülen ist es wichtig, dass das Becken vollständig mit Wasser gefüllt wird, damit möglichst viel Wasser auf einmal zur Verfügung steht.
Vorher setze ich eine Abflusspumpe am Abfluss an.
Etwas Wasser ablassen und dann mit der Abflußpumpe unterstützen.
Dadurch wird die Luft aus dem Abflußrohr mit dem Wasser aus aus dem Becken verdrängt.
Das ergibt eine deutlich höher Fließgeschwindigkeit, das dann auch Ablagerungen im Syphon und in eventuellen Sackleitungen (gibt es auch bei meinem) mitnimmt.
Man kann kaum glauben, wie schnell so ein Becken leer ist, wenn die Luft erst mal aus dem Abwassersystem ist.
Wenn man den Vorgang mit einigen Beckenfüllungen wiederholt, ist das System ordentlich gespült und verhält sich bestimmt deutlich besser als vorher.
Bei mir hat das derzeit so viel gebracht, dass das Wasser wieder abläuft wie am Anfang auch.
Sollte das irgendwann auch nichts mehr helfen und man an Syphon oder Leitungen nicht ran kommen, dann bleibt nur übrig die Leitungen mit einer Abwassersonde zu spülen.
(Zugegeben hat nicht gleich jeder parat)
Die Abwasserpumpe gibt es regelmäßig beim Diskounter für 6 Euro und ist sicher eine lohnende Anschaffung.
Nachfolgend ein Bild für den Laien, der sich nichts darunter vorstellen kann.
Da das Kunststoffteil nichts wiegt, habe ich das Teil unterwegs immer dabei.
Vor dem Winter kann man damit auch sicherstellen dass das Wasser aus den Syphons deutlich reduziert ist und das Risiko des einfrierens geringer ist.