Eine etwas andere Reise
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Steelblue
Eine etwas andere Reise
Hallo Freunde
Wir planten eigentlich vom 24.7.11 bis heute eine Reise nach Norden, besser gesagt, Norddeutschland. Hamburg, und so, Schleswig wäre auch noch geplant gewesen.
Wir kamen aber nach einem ersten Halt in der Nähe von Rastatt, dann nur bis Mehring an der Mosel. Sehr schön dort, ein Logenplatz, direkt an der Mosel:
Weingut Zellerhof, Mehring.
Mehring an der Mosel, von oben aus den Weinbergen gesehen
Am nächsten Morgen nach Trier, Stadt anschauen, etc. Nach einer Busfahrt über holprige Strassen, nahe dem Stadtzentrum aus dem Bus ausgestiegen, gestolpert, über die eigenen Füsse, die Leute schreien...... Als ich wieder zu mir komme, liege ich mitten auf der Strasse, mit blutverschmiertem Kopf.
Man hat mir geholfen aufzustehen und mich dann wieder am Rande des Gehsteiges hingesetzt. Es blutet stark (bin blutverdünnt, richtig, nicht mit Aspirin).
Von überall werden Papiertaschentücher gereicht. Tatü Tata, tatü tata. Jemand hat die Ambulanz gerufen. Ich werde eingeladen und ins Elisabethenkrankenhaus gefahren. Meine Frau sitzt im Führerstand. Der Begleitsanitäter sitzt neben der Bahre und fragt mich blöde Dinge, die ich nicht weiss: "Was haben wie heut für einen Tag, wann sind Sie geboren, wo wohnen Sie"? Ich konnte die meisten Fragen offensichtlich nicht korrekt beantworten..... Au weia, ich hab mich da sehr dumm gefühlt.
Im Krankenhaus werden die Wunden an Augenlied und Kinn genäht. Und dann kommt der Hammer: Sie müssen mindestens 72 Stunden bei uns bleiben. Sie haben eine Gehirnerschütterung, es besteht die Gefahr von Nachblutungen im Gehirn (!!!!....).
OK, ich bleibe. Meine Frau holt mit dem Taxi die Klamotten und das Pyjama vom Stellplatz aus dem Wohnmobil und bringt sie mir ins Krankenhaus.
Zwei Tage Ruhe. Dann will ich abhauen. Auf eigene Verantwortung lassen mich die Aerzte dann nach 48 Stunden wieder gehen. Mit vielen Instruktionen über die Verhaltensweisen für den Wiederaufbau des Quick (Masseinheit der Blutverdünnung) und einer Grosspackung Spritzen zur Verhütung von Thrombosen. Zum Glück gehöre ich zu den wenigen, welche den Quick selbst messen. Habe alles bei mir im Womo. Messgerät, Teststreifen, Lanzetten, und was so dazu gehört.
Wir bleiben dann noch 6 Tage in Mehring, bis die Fäden an den Wunden gezogen sind. Dann geht's weiter über Bremm, Koblenz nach St. Goar, wo wir nochmals ein Paar Tage stehen:
Logenplatz in St. Goar mit Blick auf die Loreley.
Übrigens: genau uns gegenüber lag im Februar die "Waldhof", Kiel oben.....
Alsdann über Baden Baden und Breisach nach Hause.
Grüsse
Peter
PS: Die Wunden sind verheilt. Ein Restschwindel ist geblieben. Bin froh, dass ich noch fahren konnte.
Wir planten eigentlich vom 24.7.11 bis heute eine Reise nach Norden, besser gesagt, Norddeutschland. Hamburg, und so, Schleswig wäre auch noch geplant gewesen.
Wir kamen aber nach einem ersten Halt in der Nähe von Rastatt, dann nur bis Mehring an der Mosel. Sehr schön dort, ein Logenplatz, direkt an der Mosel:
Weingut Zellerhof, Mehring.
Mehring an der Mosel, von oben aus den Weinbergen gesehen
Am nächsten Morgen nach Trier, Stadt anschauen, etc. Nach einer Busfahrt über holprige Strassen, nahe dem Stadtzentrum aus dem Bus ausgestiegen, gestolpert, über die eigenen Füsse, die Leute schreien...... Als ich wieder zu mir komme, liege ich mitten auf der Strasse, mit blutverschmiertem Kopf.
Man hat mir geholfen aufzustehen und mich dann wieder am Rande des Gehsteiges hingesetzt. Es blutet stark (bin blutverdünnt, richtig, nicht mit Aspirin).
Von überall werden Papiertaschentücher gereicht. Tatü Tata, tatü tata. Jemand hat die Ambulanz gerufen. Ich werde eingeladen und ins Elisabethenkrankenhaus gefahren. Meine Frau sitzt im Führerstand. Der Begleitsanitäter sitzt neben der Bahre und fragt mich blöde Dinge, die ich nicht weiss: "Was haben wie heut für einen Tag, wann sind Sie geboren, wo wohnen Sie"? Ich konnte die meisten Fragen offensichtlich nicht korrekt beantworten..... Au weia, ich hab mich da sehr dumm gefühlt.
Im Krankenhaus werden die Wunden an Augenlied und Kinn genäht. Und dann kommt der Hammer: Sie müssen mindestens 72 Stunden bei uns bleiben. Sie haben eine Gehirnerschütterung, es besteht die Gefahr von Nachblutungen im Gehirn (!!!!....).
OK, ich bleibe. Meine Frau holt mit dem Taxi die Klamotten und das Pyjama vom Stellplatz aus dem Wohnmobil und bringt sie mir ins Krankenhaus.
Zwei Tage Ruhe. Dann will ich abhauen. Auf eigene Verantwortung lassen mich die Aerzte dann nach 48 Stunden wieder gehen. Mit vielen Instruktionen über die Verhaltensweisen für den Wiederaufbau des Quick (Masseinheit der Blutverdünnung) und einer Grosspackung Spritzen zur Verhütung von Thrombosen. Zum Glück gehöre ich zu den wenigen, welche den Quick selbst messen. Habe alles bei mir im Womo. Messgerät, Teststreifen, Lanzetten, und was so dazu gehört.
Wir bleiben dann noch 6 Tage in Mehring, bis die Fäden an den Wunden gezogen sind. Dann geht's weiter über Bremm, Koblenz nach St. Goar, wo wir nochmals ein Paar Tage stehen:
Logenplatz in St. Goar mit Blick auf die Loreley.
Übrigens: genau uns gegenüber lag im Februar die "Waldhof", Kiel oben.....
Alsdann über Baden Baden und Breisach nach Hause.
Grüsse
Peter
PS: Die Wunden sind verheilt. Ein Restschwindel ist geblieben. Bin froh, dass ich noch fahren konnte.
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Zuletzt geändert von Steelblue am Montag 15. August 2011, 12:28, insgesamt 5-mal geändert.
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Walter
Re: Eine etwas andere Reise
Hey Steelblue,
Du machst ja Sachen, auf jeden Fall gute Besserung..
Gruß Walter
Du machst ja Sachen, auf jeden Fall gute Besserung..
Gruß Walter
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Steelblue
Re: Eine etwas andere Reise
Danke, Walter
- Cartho
- Registriert: Donnerstag 3. Februar 2011, 17:57
- Basisfahrzeug: Ducato X250 MJ 160
- Modellbeschreibung: chic e-line 44i
Re: Eine etwas andere Reise
Hallo Peter,
vielen Dank für Deinen Reisebericht über "eine etwas andere Reise".
Was Dir da passiert ist, ist wirklich schlimm und ich wünsche dir weiterhin gute Genesung.
Ich denke, dass so etwas auch noch psychische Nachwirkungen hat, aber es ist gut, dass Du wieder mit Deinem Womo fahren kannst.
Schön von dir, dass Du trotzdem darüber berichtet und den schönen Logen-Stellplatz an der Mosel vorgestellt hast.
Grüße
Günter
vielen Dank für Deinen Reisebericht über "eine etwas andere Reise".
Was Dir da passiert ist, ist wirklich schlimm und ich wünsche dir weiterhin gute Genesung.
Ich denke, dass so etwas auch noch psychische Nachwirkungen hat, aber es ist gut, dass Du wieder mit Deinem Womo fahren kannst.
Schön von dir, dass Du trotzdem darüber berichtet und den schönen Logen-Stellplatz an der Mosel vorgestellt hast.
Grüße
Günter
Zuletzt geändert von Cartho am Sonntag 14. August 2011, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Steelblue
Re: Eine etwas andere Reise
Ja, Günter
Der Stellplatz Weingut Zellerhof ist wirklich zu empfehlen. Der Stellplatzbetreiber ist ein kauziger, älterer Herr mit viel Humor. Alles "tickt" dort etwas langsamer und beschaulicher.
Er heisst Herbert. Hier seine Weinlaube:
Gruss
Peter
Der Stellplatz Weingut Zellerhof ist wirklich zu empfehlen. Der Stellplatzbetreiber ist ein kauziger, älterer Herr mit viel Humor. Alles "tickt" dort etwas langsamer und beschaulicher.
Er heisst Herbert. Hier seine Weinlaube:
Gruss
Peter
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Birger
Re: Eine etwas andere Reise
Hallo steelblue,
...dann warst du also der Carthago-Besitzer, den ich auf dem "Loreley-Blick" CP bei St.Goar mehrmals
"gesichtet" habe
Echt schade, dass ich das nicht wusste
Erklärung: wir wohnen bei Oberwesel (4km entfernt) und fahren öfter an diesem CP vobei. Übrigens auch unser CP-Oberwesel wird sehr gern von Carthago-Fahrer besucht!
Weiterhin beste Genesung
Gruß
Birger
...dann warst du also der Carthago-Besitzer, den ich auf dem "Loreley-Blick" CP bei St.Goar mehrmals
"gesichtet" habe
Echt schade, dass ich das nicht wusste
Erklärung: wir wohnen bei Oberwesel (4km entfernt) und fahren öfter an diesem CP vobei. Übrigens auch unser CP-Oberwesel wird sehr gern von Carthago-Fahrer besucht!
Weiterhin beste Genesung
Gruß
Birger
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Steelblue
Re: Eine etwas andere Reise
Hallo Birger
Ja, natürlich, wir standen ca. 200m rheinaufwärts vom vor Anker liegenden blauen Segler, ich glaube "Ernst" heisst er, als einzige nicht quer, sondern mit der Front gegen den Fluss. So konnten wir auch von der Führerkabine aus den Schiffen zuschauen, wenn es regnete.
Schade, dass Du nicht vorbei geschaut hast.
Grüsse nach Oberwesel
Peter
Ja, natürlich, wir standen ca. 200m rheinaufwärts vom vor Anker liegenden blauen Segler, ich glaube "Ernst" heisst er, als einzige nicht quer, sondern mit der Front gegen den Fluss. So konnten wir auch von der Führerkabine aus den Schiffen zuschauen, wenn es regnete.
Schade, dass Du nicht vorbei geschaut hast.
Grüsse nach Oberwesel
Peter
- Andi
- Registriert: Donnerstag 29. Juli 2010, 16:15
- Basisfahrzeug: Ducato 160 Multijet
- Modellbeschreibung: Chic C-Line I 4.2 Heavy
Re: Eine etwas andere Reise
Lieber Peter,
ich wünsche Dir GUTE BESSERUNG und weiterhin viel Zuversicht.
War wohl für ALLE wieder Mal ein Zeichen, dass Mann Frau nicht alles auf Morgen verschieben sollte; HEUTE wird gelebt was Morgen ist wissen wir nicht.
Herzliche Grüsse
Andi 485
ich wünsche Dir GUTE BESSERUNG und weiterhin viel Zuversicht.
War wohl für ALLE wieder Mal ein Zeichen, dass Mann Frau nicht alles auf Morgen verschieben sollte; HEUTE wird gelebt was Morgen ist wissen wir nicht.
Herzliche Grüsse
Andi 485
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Steelblue
Re: Eine etwas andere Reise
Herzlichen Dank Andi
Es ist alles wieder bestens, und ab heute gehe ich wieder ins Büro, wenn auch mit etwas mehr Distanz zur Sache. Einmal muss man ja aufhören können.
Grüsse
Peter
Es ist alles wieder bestens, und ab heute gehe ich wieder ins Büro, wenn auch mit etwas mehr Distanz zur Sache. Einmal muss man ja aufhören können.
Grüsse
Peter
- Hayabusa
- Registriert: Dienstag 11. Mai 2010, 20:42
Re: Eine etwas andere Reise
Hallo Peter ich wünsche Dir auch wieder alles Gute,steelblue hat geschrieben: und ab heute gehe ich wieder ins Büro,
Du warst ja auch gestern schon wieder frech mit Deinem Ausspruch typisch Opel
Ober vielleicht hat Dir in Trier auch nur der Büroschlaf gefehlt?
das war auch frech
Gruß Willi
"Leeve un leeve losse."