Ulis Brutzelbude

Alles was zum Thema "Essen und Trinken" im Wohnmobil passt: Kochideen, Rezepte, Einkaufsmöglichkeiten und Köstlichkeiten unterwegs...

Moderator: AlfredH

Benutzeravatar
Walter
Förderer 2021
Beiträge: 1597
Registriert: Freitag 2. April 2010, 11:01
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 130
Modellbeschreibung: Malibu 640
Kontaktdaten:

Re: Ulis Brutzelbude

Ungelesener Beitrag von Walter »

Was man ganz überwiegend in Deutschland zu kaufen bekommt: Himalayasalz ist eine Warenbezeichnung für rosa - ich würde es auch lachsfarben nennen - gefärbtes Stein- oder Meersalz.

Echtes Himalayasalz gibt es nach meiner Kenntnis nicht, dafür ist das Gebirge viel zu hoch. In Pakistan wird Salz abgebaut und weil es werbewirksamer ist, Himalayasalz genannt.

2002 untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 15 verschiedene Proben des "Himalayasalzes" und stellte fest, dass es durchschnittlich zu etwa 98 % aus Natriumchlorid besteht. Der Anteil an sonstigen Mineralien und Spurenelementen sei vergleichbar mit dem von Meersalz, weshalb es keinen relevanten Beitrag zur Deckung des täglichen Bedarfs dieser Mineralien und Spurenelemente leisten könne.
Gruss Walter

Theoretisch können manche Menschen schwimmen, weil sie hohl sind. In der Praxis gehen sie aber unter, weil sie nicht ganz dicht sind.
Lenkerlinks
Förderer 2021
Beiträge: 1178
Registriert: Montag 3. Oktober 2016, 14:14
Basisfahrzeug: Ducato X290 MJ 150
Modellbeschreibung: Malibu Charming GT 640

Re: Ulis Brutzelbude

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks »

Hallo liebe Mitbrutzler,

Zum Thema Salz ist glaube ich nun schon einiges zusammengetragen worden. Es gibt ganz grob gesagt Speisesalz aus dem Meer, aus den Bergen und von Salinen.

Was für uns Brutzler wichtig ist, ist die Antwort auf die Fragen " Was will ich mit dem Salz in meinen Speisen und was sollte ich im WOMO mitnehmen? "

Wir haben drei Sorten Salz dabei. Einmal einfaches feines Bad Reichenhaller Jodsalz. Das nehmen wir für das indirekte Salzen wie Nudel oder Salzkartoffelwasser.
Dann haben wir noch ein grobes Jodsalz. Dieses hat aber einen Zusatz damit es in der kleinen Salzmühle nicht verklumpt. Das schöne La Palma Salz ist seider ungeeignet weil es leider verklumpt. Hiermit werden Speisen nachgewürzt. Auch für Salatdressing falls erforderlich.
Ein Glas Fleur de Sel. Hiermit wird zum Beispiel ein gutes Stück Fleisch behandelt.

Das Salzen mit groben Salz hat für mich den Vorteil der besseren Dosierbarkeit und ich kann Geschmack besser separieren.

Wenn wir die Möglichkeit haben kaufen wir gern auch vor Ort, wie auf La Palma oder in der Camargue. Himalaja lag bislang nicht auf dem Weg :lachen:

Gruß Uli
"Wir stecken in der Bredouille!" Antwort "Ach wie schön das Ihr wieder in Frankreich seid"
Benutzeravatar
Walter
Förderer 2021
Beiträge: 1597
Registriert: Freitag 2. April 2010, 11:01
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 130
Modellbeschreibung: Malibu 640
Kontaktdaten:

Re: Ulis Brutzelbude

Ungelesener Beitrag von Walter »

Zum Himalaya mit dem Malibu wäre aber schon eine tolle Tour.. :lacher:

Aber ernsthaft: wenn du mal wieder auf La Palma bist, melde dich vorher... Wir machen schon seit Jahren von Teneriffa aus einen 2 bis 4 Wochen-Ausflug nach LP
Gruss Walter

Theoretisch können manche Menschen schwimmen, weil sie hohl sind. In der Praxis gehen sie aber unter, weil sie nicht ganz dicht sind.
Lenkerlinks
Förderer 2021
Beiträge: 1178
Registriert: Montag 3. Oktober 2016, 14:14
Basisfahrzeug: Ducato X290 MJ 150
Modellbeschreibung: Malibu Charming GT 640

Re: Ulis Brutzelbude

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks »

Hallo liebe Mitleser,

das Thema Salz ist nun schon zumindest im Bereich Salat ausgiebig besprochen worden. Gut so, denn es zeigt mir, dass der ein oder andere sich tatsächlich mit den Themen befasst, auch wenn die Meinungen etwas auseinander driften.

Zurück zum Thema.

Es geht wie Eingangs gesagt nicht um die große Sterneküche, sondern es geht darum, wie mache ich einen grünen Salat im WOMO.
Eine Sauce dafür hatte ich schon benannt. Ich möchte hier aber bewusst nicht mit Rezepten um mich schlagen, sondern möchte viel mehr inspirierend informieren.

Was muss im WOMO sein, damit ein Grüner Salat überhaupt möglich wird.

Gerätschaften
Es braucht eine Schüssel, nicht zu klein und die Wandungen sollte abgerundet sein, damit es einen kleineren Boden hat und man anständig mit dem Besen die Sauce bewegen kann. Aus Kunststoff oder Metall. Glas im WOMO ist nicht die erste Wahl.
Dann brauchen wir eine Salatschleuder. Der untere Teil kann auch gleichzeitig die Schüssel sein. Hat man keine Salatschleuder, so kann ein sauberes Baumwolltuch diese Funktion übernehmen, allerdings nur ausserhalb des WOMO. (Versteht sich von selbst)
Wenn der Salat als Hauptgang gedacht ist, so braucht man noch Salatschalen oder etwas größere tiefe Teller. Wenn der Salat als Beilage zu weiteren Speisen gereicht wird, so kann man kleine Teller separat, oder den Salat auf dem großen Teller anrichten. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Die oft Säure dominante Salatsauce kann den Geschmack der anderen Teile arg verändern.
Wir brauchen einen kleinen Schneebesen oder etwas in der Art, ein Schneidebrett und ein paar scharfe Messer. Ein Kochmesser, ein Tomatenmesser eventuell und ein kleines Scharfes. Alle diese Dinge braucht man sowieso um irgendwas zu zubereiten, werden demnach nicht extra für die Zubereitung eines Salates angeschafft oder mitgeschleppt.
Ein Zester, oder anders gesagt eine Raspel ist natürlich auch zwingend. Hier empfehle ich ein Produkt wie die Microplane oder vergleichbar um Abrieb zu erzeugen.

Wer natürlich seiner Kreativität freien Lauf lassen will hat ein Garnierset dabei, wie so eines als Platzhalter. es gibt natürlich auch andere.
https://www.grimm-gastrobedarf.de/dick- ... gLZm_D_BwE
Gut, Womo ist bestückt mit Küchengeräten, jetzt kommt die Grundausstattung die man eventuell vor der Reise einkauft oder einfach von zuhause mitnehmen kann.

Die Grundausstattung.
Salz aus der Mühle, das Thema hatten wir schon, Pfeffer aus der Mühle, Honig, Ahornsirup, Essig, Öl in verschiedenen Arten - für Salat eher ein natives Olivenöl oder ein schönes Wallnusöl, auf alle Fälle kaltgepresst, Zucker, Senf ( großes Thema für mich zumindest ), Knoblauch als getrocknete Knolle, Vanille als Schote (bitte kein Pulver ).
Gewürze ist ein weiteres Thema. Getrocknet gibt es tausend Gewürzmischungen, leider verlieren diese stark an Geschmack und sind für mich eher zweite Wahl. Es ist besser Gewürzmischungen als TK Ware mitzuschleppen. In den Mischungen haben leider die billigen Anteile wie Zwiebeln besonders hohen Anteil. Egal, aus Platzmangel im Froster ist das meine Wahl, oder es werden TK Gewürze einzeln mitgenommen.
Des Weiteren kann es nicht schaden ein wenig Mandelsplitter und etwas Sesamöl mitzunehmen. Muss aber nicht.

Jetzt aber zum Hauptdarsteller - dem grünen Salat selbst. Es gibt jede Menge Salatgewächse. Im Prinzip sind ca. 13 - 15 allgemein gekannt und zumindest in Zentraleuropa saisonal mehr oder weniger verfügbar.

Den größten Bekanntheitsgrad dürfte der "Gartensalat" als gewöhnlicher Kopfsalat oder der Eisbergsalat haben. Der Feldsalat war früher arme Leute Salat, heute ist er sehr beliebt. Blattgemüse wie Rucola findet man heute auch im Supermarkt, Mangold weniger. Es gibt heute sogar im Supermarkt "Salatmischungen" im Plastikbeutel die mit unter garnicht übel sind.
Wer Lust, die Möglichkeiten und die Zeit hat geht aber auf den örtlichen Markt. Dort gibts richtig guten Salat vom Erzeuger. Aber nicht überall, denn auch auf dem Markt wird gern Import verkauft. Eben Eisberg aus Spanien usw.
Ich gehe auf den Markt. Nicht zuletzt um einzukaufen, das Schwätzchen und die Leute zu erleben ist für mich ein Teil des Erlebnis Reisen. Dort kann man probieren und fühlen ob es frisch ist. Aus dem was ich dort ergattern kann bau ich unser Mal. Gibts kein Markt, so muss man notgedrungen in den Supermarket.

Jetzt hat man den Salat. Und nun? Die Sauce kann eine Vinaigrette oder eine Rahmsauce sein, wie schon geschrieben. Es gibt tausend Rezepte, es gibt aber für einen guten grünen Salat ein paar einfache Regeln die ich abschließend auflisten möchte.

Salat immer gut waschen
Salatstrunk heraustrennen / schneiden
Salatblätter zupfen nicht schneiden
Salat mit der Sauce erst kurz vor dem Verzehr durchmengen
Salat nicht in der Sauce ertränken

Ein letzter Tip zum Abschmecken. Viele Leute machen die Sauce und probieren nur die Sauce via Löffel oder Finger. Das ist fast gut. Besser man nimmt ein Salatblatt und nimmt damit etwas Sauce auf und probiert. So schmeckt man wie es nachher wirklich harmoniert oder eben nicht. Hat man Mangold oder andere geschmacklich sehr kräftige Salatteile so ist diese Methode sehr zu empfehlen. Hat man so einen spanischen Wasserball als Eisberg ist das egal. Der ist fast geschmacksneutral.

Um dem grünen Salat etwas Papp zu geben kann man etwas Sesam in einer Pfanne anrösten und dazu geben, das gleiche gilt für Mandelsplitter.

Gruß Uli
"Wir stecken in der Bredouille!" Antwort "Ach wie schön das Ihr wieder in Frankreich seid"
Lenkerlinks
Förderer 2021
Beiträge: 1178
Registriert: Montag 3. Oktober 2016, 14:14
Basisfahrzeug: Ducato X290 MJ 150
Modellbeschreibung: Malibu Charming GT 640

Re: Ulis Brutzelbude

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks »

Und weiter geht´s mit ZWIEBELN :lachen:

Bei Zwiebeln hört der Spass auf, denn wer die schneiden muss vergießt eventuell ein Tränchen. Muss aber nicht sein. Es gibt jede Menge Tips die eigentlich alle nur mäßig funktionieren. Der beste Tip ist - Augen auf beim Zwiebelkauf und keine Speisezwiebeln wählen.
Im Normalfall findet man im Supermarkt Zwiebeln lose oder im Plastiknetz in der "Gemüseabteilung". Es wird die Herkunft beschrieben, die Sorte ( das wichtigste ) steht oftmals irgendwo kleingedruckt. Ich gehe hier nicht auf Bio oder nicht ein, weil dass ein weiteres großes Feld ist, nicht nur für Zwiebeln.
Handelsüblich sind einfache "Speisezwiebeln" ( das sind die die einen zum weinen bringen ) Schalotten (oft in länglicher Flaschenform), und eventuell sogar Gemüsezwiebeln ( Auch Kochzwiebeln genannt, etwas größer als die Speisezwiebel ) und Rote Zwiebeln. Frisch gibts dann noch Frühlingszwiebeln. Die lasse ich hier aber bewusst außen vor, da die Lagerfähigkeit eingeschränkt ist.

Es gibt aber noch viel mehr Zwiebeln, besonders welche die als Rohkost viel besser zum Salat passen als Speisezwiebeln.

Etagenzwiebeln als Beispiel. Die sind quasi ein Geheimtip für einen tollen sanften, sehr angenehmen Geschmack. Bekommt mam allerdings nicht überall. Wer sie mal sieht - mitnehmen ausprobieren!

Ich nehme grundsätzlich Schalotten und Gemüsezwiebeln mit. Keine Speisezwiebeln. Diese sind in der Vielfalt der Einsatzgebiete viel zu beschränkt. Fehlt die "Zwiebelschärfe", so kann man das mit etwas Knoblauch kompensieren.

Wer zufällig in Frankreich am Antlantik unterweg ist kann in Roscoff eine besondere Zwiebel erwerben und mit nach Hause nehmen. Sie ist Rosa und hat auch einen schönen milden Geschmack.
Wer Zufällig in Sürfrankreich ist sollte nach Zwiebeln aus der Cevenne Ausschau halten. Auch eine sehr geschmackvolle nicht bittere Zwiebel. Es gibt sie sogar angeräuchert in der Cevenne zu kaufen.
Wer zufällig in Süditalien ist kann in der Region rund um Tropea eine sehr gute Zwiebel kaufen. Cipolla Rossa wird sie genannt. Auch eher mild und von gutem Geschmack.
Es gibt noch weitere tolle regionale Zwiebeln. Einfach mal selbst schauen was es tolles gibt wo man hinfährt - das betrifft natürlich nicht nur Zwiebeln.

Man kann diese Zwiebeln auch im Feinkostbereich oder übers Internet kaufen. Finde ich aber nicht ganz so dolle. Weil der Kram dann in der bestellten Kleinmenge quer durch Europa gekarrt wird.

Zurück zu dem was vielleicht aus Deutschen Landen mitgenommen werden kann, quasi als Starterpack. Schalotten und Gemüsezwiebeln. Am besten man ergattert heimische Zwiebeln auf dem Markt, beim Bauernladen oder halt im Supermarkt.
Die Zwiebeln sollte man nicht im Kühlschrank lagern, sondern am besten ohne Tageslicht und nicht in einer geschlossenen Tuppadose. Eine offene Plastikschale ist der beste Platz.
Nach dem schneiden der Zwiebel sollte die Zwiebel auch schnell verarbeitet oder direkt verzehrt werden. Es ist nicht gut wenn die klein geschnittene Zwiebel länger liegt.

Wie schneidet man eigentlich die Zwiebeln oder Schalotten?
Wenn ich den ein oder anderen, nicht nur beim Camping sehe, mit welchen Waffen und mit welcher eigenen Methode da zu Werke gegangen wird, schwanke ich zwischen Schmunzeln und den Verbandskasten schon mal rausholen :-).

Bitte tut euch selbst den Gefallen und schaut euch mal an wie ein gelernter Koch das macht. Es gibt Lernvideos auf einschlägigen Videoplattformen. Einfach nachmachen. Am Anfang sicher total ungelenk und langsamer als die "eigene" Methode, aber mit der Zeit lernt man warum so ein Koch das genauso und nicht anders macht. Man wird deutlich schneller und präzieser.

Gruß Uli
"Wir stecken in der Bredouille!" Antwort "Ach wie schön das Ihr wieder in Frankreich seid"
Lenkerlinks
Förderer 2021
Beiträge: 1178
Registriert: Montag 3. Oktober 2016, 14:14
Basisfahrzeug: Ducato X290 MJ 150
Modellbeschreibung: Malibu Charming GT 640

Re: Ulis Brutzelbude

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks »

Hallo liebe Mitbrutzler,

der September ist nun fast vorbei. Diese Zeit ist spannend, weil sich die heimische Produktpalette verändert. Eigentlich wollte ich kein komplettes Essen vorstellen - aber auf Grund der Einfachheit kann man es so mal versuchen und es ist WOMO - tauglich - und vegetarisch.

Es gibt

Omelett Pépin mit einer Hochzeit aus Wirsing / Pilzen

Klingt schwieriger als es ist wenn man den Schwierikteitsgrad seinem Können anpasst. Die Zutaten sind frisch eingekauft noch eine Weile haltbar, sodass man nicht genötigt ist sofort zu verarbeiten. Kräuter können durch Tiefkühl oder getrocknete Produkte zwar ungern ersetzt werden, aber wenn es nicht anders geht, dann muss man es akzeptieren.

Das Essen besteht aus zwei Teilen. Omelett und die Wirsing / Pilze Zubereitung. Ich habe bewußt Pilze gewählt, weil auch hier die Wahl der Pilze eine Beschaffungsfrage ist.

Was bedeutet Pépin und was brauchen wir für das Omelett ?

Jacques Pépin ist ein in Frankreich und in den Staaten recht bekannter Medienkoch und vielleicht einer der ersten, der Kochen überhaupt medial weit über das Schreiben eines Kochbuches hinaus, publiziert hat. Wer mehr wissen will - hier der Wikieintrag.
https://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_P%C3%A9pin

Das Omelett was ich hier beschreibe wird hoffentlich mit der gleichen Technik gemacht. Die Zutaten habe ich etwas geändert um die Kombination zu dem anderen Teil des Tellers abzustimmen. Wie immer ist es Geschmacksache was und wie man abschmeckt.

Zutaten für ein Omelett
3 Hühnereier Zimmertemperatur
Etwas Butter in etwa ein Esslöffel
Etwas Schnittlauch Frisch, wer hat nimmt japanischen, der ist etwas milder und die Halme sind etwas zarter. Sonst TK Ware
Wer experimentieren möchte kann mit Kerbel oder Estragon oder - mein Favorit Zitronenverbene es probieren. Die Zitronenverbene gibt eine besondere Note in Richtung "Frisch" was vorsichtig aber unerwartet gut zum zweiten Teil des Tellers passt.
Salz (aus der Mühle)
Pfeffer (aus der Mühle)

Die Zubereitung ist im folgendem Video zu entnehmen. Es sieht leichter aus als es ist. Als Anmerkung - bitte nicht wie im Video zu sehen in einer beschichteten Pfanne mit der Gabel hantieren. Hier gibts entweder Kunstsoffgabeln oder eine Palette mit Silicon.



Sehr unterhaltsam und man merkt das der Mann weiß was er macht und erscheint angenehm freundlich zu sein :-).
Ich garantiere, dass der erste Versuch mit großer Sicherheit anders aussieht, aber schmeckt trotzdem. Wer sich also nicht frustrieren will, der macht einfach Rührei :-).

Nun zum zweiten Teil Wirsing / Pilze
Wirsing brauche ich hoffentlich nicht erklären.
Pilze - gut ich würde gern Pfifferlinge nehmen, es gehen aber auch sehr gut Steinpilze oder Kräuterseitlinge

Zutatenliste für 2 Portionen
ca. 200 gr. Wirsing
die gleiche Menge Pilze wie oben beschrieben
eine kleine Zwiebel, besser eine Schalotte
1 kleine Zehe Knoblauch muss aber nicht zwingend sein
60Gr Butter - ja das muss sein
Etwas trockenen Weißwein oder es geht auch etwas Apfelsaft ( Bei Apfelsaft muss man sehr vorsichtig sein mit der Säure )
50 Gr. Schmand oder Sahne oder Topfen oder Skyr oder Crème fraîche ( Ich bevorzuge Schmand )
etwas Petersilie, fein geschnitten kein Esslöffel voll frisch oder TK Ware
Salz (aus der Mühle)
Pfeffer (aus der Mühle)

Zubereitung
Hier habe ich kein Video. Ist aber sehr einfach.
Pilze putzen und nach Gusto belassen oder bei großen Pilzen entsprechend der Größe eines Pfifferling schneiden.
Wirsingblätter in schmale Streifen, ca. 1,5 cm schneiden. Wenn amn kein Außenblatt nimmt braucht man normalerweise nicht waschen.
Die Schalotte klein würfeln
Knoblauch mit dem Kochmesser oder einem Kochlöffel platt drücken
In der Pfanne die Butter zerlassen. Keine brutale Hitze bitte. Pilze dazugeben. Schön anschwenken.
Danach die Schalottenstücke und die Zehe dazugeben. Alles anschwenken.
Salz dazu aus der Mühle. Anschwenken
Bevor die Pilze die Butter wie ein Schwam aufsaugen die Wirsingstreifen dazugeben. und wieder anschwenken.
Damit nix anbrennt zur Not etwas Wasser dazugeben oder der Wirsing gibt genügend Flüssigkeit ab.
Also alles ca 5 Minuten dünsten.
Pfeffer aus der Mühle drauf.
Jetzt einmal aufkochen lassen und mit dem Wein / Apfelsaft ablöschen. Wichtig, der Alkohl muss raus.
Temperatur runter und den Schmand oder die Alternative hinzugeben und unterheben.
Deckel drauf und ca. 10 Minuten auf kleiner Hitze simmern lassen.

DANACH macht man das / die Omelette. Die gehen so schnell, das man den Wirsing schon auf den Tellern anrichten kann und die Petersilie draufstreuseln kann.

Omelette auf die Teller dazu - Guten Hunger

Dazu passt ein Cidre oder ein Glas halbtrockener Weiswein oder eben eine Apfelschorle.

(Wem das zu langweilig ist kann noch ein Stücken Käse leicht erwärmen - bitte kein Hartkäse. Ein Bree oder etwas Camembert bieten sich da an. )

Gruß Uli
"Wir stecken in der Bredouille!" Antwort "Ach wie schön das Ihr wieder in Frankreich seid"
Antworten