LiFeYPO4-Batterie

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Moderator: Heiner

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Dvorak
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LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Dvorak » Dienstag 16. Februar 2016, 21:33

Hallo allerseits,

seit ich mit meinen diversen Wohnwagen und auch Wohnmobilen unterwegs bin, hat mich die Batterie- oder Akkufrage nie losgelassen. Immer habe ich mit meinen Möglichkeiten versucht, das Optimum in dieser Frage für mich herauszubekommen. Da kann es niemanden verwundern, dass ich neben meiner bestens funktionierenden Anlage aus: 4 Exide Akkus à 80 Ah, einem 45 A Ladegerät für Netzbetrieb, einem Ladebooster mit 45 A, einer kleinen PV-Anlage mit 160 Wp und einer Brennstoffzelle, mir auch Gedanken über die neue Akkugeneration der LiFeYPO4-Batterien gemacht habe.

Die Vorteile dieser Akkutechnik liegen auf der Hand, u.a.:

Komplette Verfügbarkeit des gespeicherten Stroms bis zum letzten "Tropfen"

Hochstromfähigkeit für z.B. einen Wechselrichter

Schnelle Aufladung

Auch Teilladung, die nicht schädlich ist!

Und eine enorme Gewichtsersparnis, interessant für 3,5t. Und vieles andere mehr.

Sehr schön dargestellt übrigens von Andre Bonsch, alias Amumot: http://www.amumot.de/Blog/lithium-gegen ... terschied/


Jetzt meine Frage: Wer hat mit dieser Technik bereits Erfahrung sammeln können und kann hier dazu etwas berichten?


Viele Grüße

Michael
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Griesemer

Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Griesemer » Dienstag 16. Februar 2016, 22:11

Hallo Michael,
ich beschäftige mich auch schon länger mit diesem Thema und will mir in absehbarer Zeit eine Lösung von Winston zulegen. Wie so oft lonht sich für uns Wohnmobilisten übrigens ein Blick in Richtung Bootszubehör:

http://www.nothnagel-marine.de/product_ ... -250A.html

300 Ah für knapp 2600,- € würde ich investieren. Die etablierten Firmen - wie etwa Mastervolt - verwenden auch keine andere Technik; machen ein schickes Gehäuse drum und nehmen ein Vielfaches.

Die Vorteile von LiFePO4 liegen klar auf der Hand: seeeehr lange Lebensdauer, geringes Gewicht, tatsächlich nutzbare Akkukapazität (80-90%) und sie sind sicher. Leider gibt es auch einige Nachteile: Neben den Anschaffungskosten ist aus meiner Sicht auch neue Ladetechnik erforderlich um die Vorteile der LiFePO4 Akkus (schnelle Aufladung) effektiv nutzen zu können. Zu deiner Frage: ich bin am planen, konkrete Erfahrungen habe ich leider noch nicht.
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Dvorak
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Dvorak » Dienstag 16. Februar 2016, 22:29

Hallo Heiko,

ich bin mit meinen Planungen schon ein gutes Stück voran gekommen. Die von Dir genannte Adresse kenne ich seit langem. Auch im Wohnmobilforum Schweiz http://www.wohnmobilforum-schweiz.ch/vi ... 48&t=10496 oder http://www.wohnmobilforum-schweiz.ch/vi ... 352&t=6019 oder hier http://www.wohnmobilforum-schweiz.ch/vi ... php?t=9645gibt es einige Wohnmobilisten die schon komplett in Eigenbau "umgestellt" haben. Ein wie ich finde sehr interessantes Thema, daher sollten wir es hier unbedingt auch behandeln und vor allem Erfahrungsberichte hören und lesen.

Ich hoffe auf viele Berichte

Michael
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Griesemer

Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Griesemer » Dienstag 16. Februar 2016, 22:35

dvorak hat geschrieben: Ein wie ich finde sehr interessantes Thema, daher sollten wir es hier unbedingt auch behandeln und vor allem Erfahrungsberichte hören und lesen.
Ja unbedingt, ist ein spannendes Thema. Welche Überlegungen hast du zur Ladetechnik? Das Ladegerät sollte maximal 140 Ampere liefern und optimalerweise über eine variable Ladestromstärke (Netzstärkevorwahl) verfügen. Hast du da schon was in der engeren Wahl?
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Dvorak
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Dvorak » Mittwoch 17. Februar 2016, 08:36

Ich habe bei mir ein von IEB verbautes Ladegerät für die Exide Akkus. Das ist zusätzlich zum nicht korrekt funktionierenden CBE - Lader. Dieses IEB liefert 45A. Das kann von Blei-Gel auf LiFePo umprogrammiert werden. Reicht auch von der Leistung aus. Ladebooster ebenso. Amumot sagt sogar, man könne die bisherigen Ladegeräte auch weiter nutzen. Solarregler könnten auch umprogrammiert bezw. für "kleines Geld" neu gekauft werden. Nothnagel bietet da einiges an.

Gruß Michael
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von AndreasNagel » Mittwoch 17. Februar 2016, 08:43

Moin!

Ich habe auch noch keine eigenen Erfahrungen mit LiFeYPO4, finde das Thema aber auch sehr spannend. Ich lese seit einiger Zeit im wohnmobilforum alles zu diesem Thema und bin Hin- un Hergerissen davon.

In einem anderen Thread https://www.wohnmobilforum.de/w-t84240.html des wohnmobilforum wird z. Zt. die Bleikristallbatterie diskutiert. Die soll wohl nicht ganz so toll sein (Lade-/Entladefähigkeit, Energiedichte, Ladezyklen) wie die LiFeYPO4, ist aber deutlich günstiger und benötigt längst nicht so komplexe Technik um sie vor Überladung/Unterladung zu schützen.

Glücklicherweise muss ich mich nicht akut um neue Batterien kümmern. Es bleibt mir also die Zeit, um die z.Zt. rasanten Entwicklungen zu beobachten.

Viele Grüße,
Andreas
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Plutarch » Mittwoch 17. Februar 2016, 16:43

Hallo,

jetzt muss ich doch einmal erzählen, dass wir seit Frühjahr 2014 eine Lithium-Ionen-Batterie mit 160 ah in unserem Opus 5.8 verbaut haben und absolut begeistert sind.

Ich war anfänglich sehr gegen den Einbau dieser damals noch "sehr neuen" Generation von Batterie, da meines Erachtens die Erfahrungswerte fehlten und die Kosten doch relativ hoch waren.

Doch da unser Opus mit einem Gewicht von 5,3t doch sehr grenzwertig war, mussten wir einfach abspecken und haben somit auch unsere 2 Gel-Batterien (ich meine es waren 2 x 210 ah à 75 kg) gegen 1 x 160 ah Lithium der "Fa. Super-B" getauscht. Diese Batterie wiegt gerade mal so um die 28 kg, also für uns eine Gewichtsplus von ca. 120 kg.

https://prevent-germany.com/lithium-ion ... 12v160e-zc

Der Preis dieser "neuen" Batterie war dann auch nicht gerade das Schnäppchen; ca. 3500 €uro mit Einbau, welcher aber sehr zügig von statten ging. Unsere bereits vorhandenen Geräte wie Solar, Wechselrichter konnten beibehalten werden.

Wir haben dann eine Aufstellung unseres Verbrauches gemacht, und ca. 6 Monate getestet. Alles war wirklich super, doch wenn dann die Sonne halt mal nicht schien, hat sich die Batterie im Fahrbetrieb trotz allen Versprechungen für unsere Begriffe doch etwas zu langsam geladen. Also kam noch ein Laderbooster dazu und jetzt ist alles perfekt.
Auf unsere Super-B möchte ich nicht mehr verzichten, kann ich jetzt als Frau dann doch das "Eine oder Andere" Teil mitnehmen, welches mir wichtig ist :lol: .

Grüße aus dem verschneiten Bayern von Maria
Errechnung Tagesverbrauch.xls
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Arthur » Donnerstag 18. Februar 2016, 08:29

Hallo zusammen

auch ich habe schon mal überlegt auf solche Batterien umzusteigen.
funktioniert das auch ohne Ladebooster andere Ladegeräte einzubauen ???
oder macht es mit der orginalen Ladetechnik keinen Sinn

gruss Ramin
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Hbibo » Donnerstag 18. Februar 2016, 10:45

Auch von mir ein Hallo zusammen.

Meine LIPO 200AH von Victron, installiert von Andre Bonsch, habe ich nun seit 9 Monaten im Dauerbetrieb.

Einfach genital!! Kein träumchen – einfach nur ein Traum!

Vor allem mit viiiel Solar, da ja jedes amperchen bis 100% Voll aufgenommen wird.
Wir stehen gerade in Spanien. 3 meiner 4 110ner sind hochgestellt,
habe tagsüber an die 19 A reine Ladung (Batt.-Computeranzeige).

Gestern z.B. 9Uhr30 -75% Batterieladung
Kühlschrank umgeschaltet auf Batterie über sep. 300W WR auf 220V Betrieb -
17 Uhr 85% Batterieladung. Unser Kühli zieht ca. 18A.

Selbst bei noch 10% Batterie liegt die Spannung immer noch über 13V.

Weitere Vorteile sind ja schon mehrfach erwähnt.
Gruß
Herbert
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Re: LiFeYPO4-Batterie

Ungelesener Beitrag von Dvorak » Donnerstag 18. Februar 2016, 11:08

Hallo Herbert,

darf ich fragen, welche Teile Du weiter verwenden konntest? Es bleibt ja im Normalfall nicht nur beim Akkutausch. Es kommen ja noch Balancer und u.U. modifizierte Ladekomponenten dazu.

Grüße nach Spanien

Michael
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