Freie Fahrt für Hund und Katz

Zeitungsberichte, Artikel, Veröffentlichungen

Moderator: SARA

Antworten
Benutzeravatar
Walter
Administrator
Beiträge: 1169
Registriert: Freitag 2. April 2010, 11:01
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 130
Modellbeschreibung: Malibu 640
Kontaktdaten:

Freie Fahrt für Hund und Katz

Ungelesener Beitrag von Walter » Sonntag 1. April 2012, 17:23

Wer mit seinem Hund oder seiner Katze innerhalb Europas auf Reisen geht, der kann aufatmen. Seit dem 1 Januar sind die letzten Ausnahmen gefallen. Auch nach Großbritannien, Irland, Malta und Schweden können die tierischen Begleiter nun ohne Quarantäne oder Tollwuttest einreisen. Trotz der Harmonisierung gibt es aber dennoch einiges zu beachten.

Hat Ihr Haustier noch keinen Mikrochip? Dann wird es höchste Zeit, das kleine Teil implantieren zu lassen. Die Tätowierung wird zwar noch anerkannt, wenn sie vor Juli 2011 angebracht wurde. Das muss man jedoch nachweisen, außerdem muss sie zweifelsfrei lesbar sein.

Wenn nicht, gibt es Probleme. Für nach dem Juli 2011 gekennzeichnete Tiere gilt generell die Mikrochip-Pflicht. Die Reiskorn großen Chips, auch Transponder genannt, sollten die ISO-Normen 11784 oder 11785 erfüllen. Denn in einigen Ländern, zum Beispiel in Großbritannien, können die Lesegeräte ausschließlich Daten von solchen Chips lesen. Wenn Hund oder Katz schon gechippt sind, sollte man den Tierarzt fragen, ob der bereits implantierte Chip diese Anforderungen erfüllt.

Der Chip ist quasi Bestandteil des EU-Heimtierausweises, der seit 2004 bei innereuropäischen Reisen mit Hunden und Katzen mitgeführt werden muss. Denn nur mit ihm kann über die Kennzeichnungsnummer der Ausweis dem Tier zugeordnet werden. Im europaweit einheitlich aufgebauten Heimtierausweis stehen die Daten zu Tier und Besitzer, außerdem muss dort der Tierarzt die Tollwutimpfung mit entsprechenden Angaben zur Gültigkeit bestätigen.

An die Impfung sollten Sie rechtzeitig denken. Mindestens 21 Tage vor Abfahrt muss Ihr Hund für Reisen innerhalb der EU gegen Tollwut geimpft worden sein. Bei Welpen unter drei Monaten, die ja meist noch nicht geimpft sind, sollte man sich die Einreisevorschriften der einzelnen Länder ansehen. Nach Irland, Schweden und Großbritannien dürfen solche Welpen zum Beispiel nicht einreisen.

Die EU-Regeln gelten auch für Reisen nach Andorra, Island, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, San Marino, in die Schweiz und den Vatikanstaat. Für Reisen außerhalb der EU sollten Urlauber rechtzeitig die jeweiligen Einreisebestimmungen des Urlaubslandes beim Konsulat erfragen. Zum Teil ist ein Gesundheitszeugnis erforderlich. Ob innerhalb oder außerhalb der EU: Bestimmte Kampfhundearten dürfen in manche Länder nicht einreisen, etwa nach Dänemark, Frankreich und Ungarn. Für manche Hunde ist zudem ein Stammbaum notwendig.

Wer sich unsicher ist, der kann auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen interaktiven Fragenblock durcharbeiten. Mit wenigen Klicks gelangt man zu einer individuellen Checkliste, die die notwendigen Voraussetzungen für die Reise mit einem Tier nennt und zeigt, welche Dokumente man bei der Reise dabei haben muss. Das Frage-Spiel findet man unterwww.bmelv.de im Bereich „Reisen und Verkehr".

Mit all diesen Vorbereitungen sind jedoch nur die Einreisevorschriften erfüllt. Im Reiseland selbst lauern oft weitere Fallstricke. So müssen Hunde in Italien in Zügen einen Maulkorb tragen, bei Bussen kann der Fahrer darauf bestehen. In Österreich regeln das die Landesgesetze, manchmal auch die Gemeinden. In Oberösterreich beispielsweise sind Leine und Maulkorb in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei größeren Menschenansammlungen (beispielsweise im Einkaufszentrum) verpflichtend.

In Italien dürfen Hunde von Anfang Juni bis Ende September nicht an den Strand. Wer sich nicht daran hält, der zahlt eine saftige Strafe. Ausnahme sind extra ausgewiesene Hundestrände, die allerdings rar sind. In den Niederlanden regelt das jede Strandgemeinde für sich, meist gilt Hundeverbot zwischen Mai und September. Auch Restaurants und Bars sind häufig Sperrzone für Hunde, so in Italien. Im Freien drückt aber mancher Restaurantbesitzer ein Auge zu.


Aus: Lippische Landeszeitung, 31.03.2012
von Rrainer Krause
Auch Vegetarier beißen nicht gern ins Gras
Benutzeravatar
Walter
Administrator
Beiträge: 1169
Registriert: Freitag 2. April 2010, 11:01
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 130
Modellbeschreibung: Malibu 640
Kontaktdaten:

Re: Freie Fahrt für Hund und Katz

Ungelesener Beitrag von Walter » Montag 5. November 2012, 07:48

Hallo Charley,

wir reisen schon seit 1990 mit einem Hund (Malteser, 5 kg) durch D, A, CH, I, F, E, P und hatten nie Probleme. Ich glaube sogar, dass mehr als die Hälfte der WoMo-Fahrer einen Hund mit auf Reise nehmen. Mir fällt auf Anhieb kein Stellplatz ein, wo ein Hund nicht erlaubt war. Ganz überwiegend kostenlos. Bei Campingplätzen schon. Und besonders ärgerlich: einige Campingplätze nehmen bis zu 10 EUR pro Tag und Hund. Aber da muss man ja nicht hin. Es gibt ja eine riesige Auswahl, wo Hunde willkommen sind.

Gruss
Walter
Auch Vegetarier beißen nicht gern ins Gras
Antworten

Zurück zu „Aus der Presse...“