Solarfaltmodule

Habt ihr eine gute Idee? Oder ein Zubehör, auf das ihr aufmerksam machten möchtet? Umbauten-Ausbautn vom Malibu-Van

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Ravensburger
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Solarfaltmodule

Ungelesener Beitrag von Ravensburger » Montag 8. Juli 2019, 22:27

Hallo Zusammen,

ich hab aus einem anderen theard Ersteller @ MalES, viewtopic.php?f=27&t=6454 folgendes rauskopiert ( ich hoffe das ist ok, wollte das Ursprungsthema nicht "zerschreiben" ;-) ):

" Zwei Solar Faltmodule mit 120 und 200 Watt
Zwei Solarregler von Victron.
Einer für die fest verbauten Module auf dem Dach
Einer für flexible Faltmodule direkt an der Aufbau Batterie. Verbindung über Anderson Stecker."


Ich interessiere mich auch für ein Faltmodul.

Meine bisherige Solarausstattung: 160 WP Modul auf dem Dach, Büttner Solarregler 350 Wp, und zwei AGM- Batterien
Bisher reicht die Kapazität im Sommer meistens gut aus ( Kompressorkühlschrank, Spannungswandler 1800 Watt für Senseo, Toaster etc.) Im Winter wird es gerne mal knapp.....
Nun meine Fragen:
wie sind eure Erfahrungen im Handling, Platzbedarf im Kastenwagen? Aufbau auch hinter der Frontscheibe möglich? Fabrikat und Größe? Reicht mein Solarregler? Wie kann die Anbindung an das vorhandene System aussehen? Was ist ein Anderson- Stecker? eventuell Diebstahlsicherung ? und zuletzt natürlich wäre auch eine Preisinfo interessant.


Grüße

Werner
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Males
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Re: Solarfaltmodule

Ungelesener Beitrag von Males » Dienstag 9. Juli 2019, 00:32

Ich interessiere mich auch für ein Faltmodul.
.
Nun meine Fragen:
wie sind eure Erfahrungen im Handling, Platzbedarf im Kastenwagen?
Aufbau auch hinter der Frontscheibe möglich?
Nur für Erhaltungsladung z.B. im Winter. Für echte Stromgewinnung zu viel Verlust durch die Scheibe
Fabrikat und Größe?
Reicht mein Solarregler?
und zuletzt natürlich wäre auch eine Preisinfo interessant
http://m.offgridtec.com/item/35323131
http://m.offgridtec.com/item/35323136
Theoretisch reicht der Solarladeregler aus. Dadurch dass die Module aber bestimmt unterschiedliiche Spannungen und Leistungen haben, ist sowohl eine parallele als auch eine Koppelung in Reihe mit Leistungsverlusten verbunden.
Eine Anbindung an die bisherige Verkabelung ist vermutlich auch aufwendiger.

Wie kann die Anbindung an das vorhandene System aussehen?
Was ist ein Anderson- Stecker?
eventuell Diebstahlsicherung ?
2. Solarregler (wie bei mir) direkt an der Batterie angeschlossen

Damit kann das Modul superschnell an- und abgesteckt werden.
Diebstahlschutz mit dünnem Seilschloss gegen einfaches wegtragen.
Wirklicher Diebstahlschutz ist nicht möglich.
MalES
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Ravensburger
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Re: Solarfaltmodule

Ungelesener Beitrag von Ravensburger » Freitag 15. November 2019, 11:33

Hallo

habe nun das von MalEs empfohlene Solarmodul mit 120 wp gekauft.
Nun möchte ich den Anschluß an die Batterien fest installieren, aber im Moment nicht den Nerv, den Ducatositz auszubauen. An meinen Büttner Solarregler komme ich deutlich leichter dran.
Males hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 00:32
Theoretisch reicht der Solarladeregler aus. Dadurch dass die Module aber bestimmt unterschiedliiche Spannungen und Leistungen haben, ist sowohl eine parallele als auch eine Koppelung in Reihe mit Leistungsverlusten verbunden.
Werden die Leistungsverluste bei einer parallelen Kopplung über den Büttnerregler dramatisch sein? Bremse ich damit auch die Leistung meines festverbauten Moduls oder "nur" des Faltmoduls?
Wie immer dankbar für Hilfe.
Gruß
Werner
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Males
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Re: Solarfaltmodule

Ungelesener Beitrag von Males » Freitag 15. November 2019, 22:17

Ravensburger hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 11:33
Theoretisch reicht der Solarladeregler aus. Dadurch dass die Module aber bestimmt unterschiedliiche Spannungen und Leistungen haben, ist sowohl eine parallele als auch eine Koppelung in Reihe mit Leistungsverlusten verbunden.
Werden die Leistungsverluste bei einer parallelen Kopplung über den Büttnerregler dramatisch sein? Bremse ich damit auch die Leistung meines festverbauten Moduls oder "nur" des Faltmoduls?
Wie immer dankbar für Hilfe.
Wie so oft im technischen Bereich können die Ausgangslagen sehr differenziert sein und die Antworten sind daher auch komplex.

Wieviel Verlust entsteht, ist davon abhängig wie stark sich die Leistung auf dem Dach und auf dem Faltmodul nominell aber auch im Betrieb unterscheiden.
Zudem spielt hier auch die verbaute Technik im Regler und in den Modulen eine Rolle.

Im schlechtesten Fall sorgt das eine Modul dafür dass auch vom anderen fast kein Strom mehr ankommt.
Dafür reicht zum Beispiel auch schon eine dünne Teilbeschattung auf einem Modul an einer oder zwei Zellen.
Merke ich bei mir zum Beispiel daran, dass wenn Schatten auf ein paar Zellen auf dem Dach fallen der eine oder andere Kreis fast ganz ausfällt.
Bei mir sind auf dem Dach je 2 Panels in Reihe und die beiden Kreise dann parallel zusammengeschaltet.
Eine Teilbeschattung betrifft dann immer die beiden Module die in Reihe geschalten sind.
Alle 4 Module hängen an einem Solarregler.

Deshalb hängen die flexiblen Module bei mir an einem weiteren Solarregler.
Damit ist sichergestellt dass die beiden Kreise unabhängig von einander arbeiten.
Die flexiblen Module werden in Reihe geschaltet, da diese die gleiche Nennspannung aber unterschiedliche Leistungen haben.

Eine Parallelschaltung reagiert weniger empfindlich bei unterschiedlichen Leistungen (A) und Spannungen (V) gleichartiger Module.
Aber ein Modul zieht auch hier das andere auf die niedrigen Werte des anderen herunter.
Auch hier kann es dazu kommen, dass man zwar zwei Module betreibt, aber letztendlich nur ein Modul wirklich Strom liefert, da nur das optimal bestrahlt wird.

Bei Parallelschaltung eines 120 W Moduls und eines 160 W Moduls liefern beide unter optimalen Bedingungen 120 Watt.
Das heißt du verlierst erst mal 40 Watt um dann die 120 Watt zu gewinnen.
Netto macht das dann 80 Watt mehr aus. (Sehr vereinfachte Darstellung).

In Reihe falls das dein Solarregler überhaupt verträgt, (habe ich nicht recherchiert) würde sich die Leistung Addieren.
Problem ist dann aber, dass wenn eines von beiden Solarmodulen wegen Schatten oder Teilbeschattung keinen Strom mehr liefert, auch das andere Modul nichts mehr liefert.

Ich würde es daher nicht so machen.
Da liefert jeder billige 2. Solarregler direkt an der Batterie angeschlossen eine verlässlichere Leistung. Aber so bleibt das Problem der Verkabelung.

Welche Kabelstärke stellt die Verbindung vom bisherigen Laderegler zur Batterie her?
Bei einer Verbindungslänge von 3 Meter und 6mm könnte man auch die Energie von beiden Modulen und Solarreglern auf einem Kabel zur Batterie führen.
Dann müsste man zwischen dem Ende des Anschlusskabels zu Batterie und dem bisherigen Solarregler einen Verteiler montieren und dann dort künftig beide Solarregler einspeisen.
MalES
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Re: Solarfaltmodule

Ungelesener Beitrag von Ravensburger » Sonntag 17. November 2019, 11:05

Hallo MalEs,
ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche Beschreibung!
Males hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 22:17
Dann müsste man zwischen dem Ende des Anschlusskabels zu Batterie und dem bisherigen Solarregler einen Verteiler montieren und dann dort künftig beide Solarregler einspeisen.
Manchmal sieht man das einfachste nicht :sleeping: die Kabel muß ich zwar mir nochmal anschauen, sind aber sicher nicht länger als 40 cm und wahrscheinlich ausreichend dimensioniert. Werde also einen Verteiler setzen und eventuell einen besseren Regler kaufen.
Solarregler eingebaUT.jpg
Ich hoffe ich kann mich mal für Deine super Ausführungen und Hilfe revanchieren.

Gruß
Werner
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Re: Solarfaltmodule

Ungelesener Beitrag von Males » Sonntag 17. November 2019, 18:11

Ich habe mal kurz recherchiert.
Der Laderegler lässt wie die anderen Büttner Laderegler nur eine parallel Schaltung der Module zu.
Dafür können die Büttner Regler auch die Starter Batterie mit einem reduzierten Strom laden.

Ich habe selber zwei Victron Laderegler, die auch hohe Spannungen und damit Reihenschaltungen können.
Hier ist es auch möglich an einem 20 A Laderegeler kurzzeitig auch mehr als die 20 A vom Modul anzuliefern.
Kommt manchmal an kühlen sonnigen Tagen vor, wenn die maximale Leistung der Module geliefert wird.

Die Leistung des Reglers habe ich aber auf sonnige, warme Tage ausgelegt.
Da ist die Leistung aufgrund der Temperaturkurve geringer und der Laderegler wird dann im normalen Betrieb nicht überbelastet.
Bei Wärme oder nicht optimalem Licht ist die Leistung ja dann sowieso geringer.

An kühlen Tagen wird dann manchmal der Strom der Zuviel ist in Wärme umgewandelt.
Bevor jetzt jemand, kommt und der Meinung ist, das würde dem Laderegler schaden, nein das passiert nicht, aber es reduziert den maximalen Stromgewinn an kühlen Tagen.
Ob der Laderegler auch noch für kühle Tage ausreicht kann man bei Victron mit einer Excel Tabelle berechnen, indem man die maximalen Werte seiner Module(e) angibt.
Hier bin ich noch deutlich unter den möglichen Maximalwerten.

Vorteil des Victrons ist auch die Anbindung über Bluetooth.
Damit kann man den Regler z.B. mit dem Smartphone überwachen und konfigurieren und auch den Ertrag auslesen.

Ob Büttner, Victron oder andere hochwertige Regler ist Geschmackssache und hängt auch davon ab, wo man seine Prioritäten setzt.

Das Kabel an deinem Regler könnte auch nur ein 4mm sein.
Ich denke bei einer Länge bis zu 50 cm könnte man damit auch mit beiden Modulen gerade noch hinkomme.
Zumal bei warmen Wetter wenn die Kabel die Wärme schlechter abführen können, die Solarleistung nicht den maximal Wert erreicht. (s.o.)
Besser wären aber 6 mm
MalES
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