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Soundsystem 640 GT

Habt ihr eine gute Idee? Oder ein Zubehör, auf das ihr aufmerksam machten möchtet? Umbauten-Ausbautn vom Malibu-Van

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Malibubiker
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Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Malibubiker » Samstag 4. Mai 2019, 20:15

Hallo! Heute ist mein Malibu 640 GT beim Händler angekommen! Ich möchte mir ein Soundsystem mit Subwoofer einbauen lassen!
Welches würdet ihr mir empfehlen ! Jehnert Eton Axton oder welches!
danke für eure Meinung
Lenkerlinks
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks » Sonntag 5. Mai 2019, 13:50

Hallo,

das mit der Beschallung ist eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage.

Die Wandler, also die Lautsprecher sind sicher eine wichtige Komponente um das Audiosignal möglichst sauber wiederzugeben.
Die Lautsprechersysteme von Eton oder Axton sind für den Ducato gebaut worden und werden bestimmt gegenüber den originalen Lautsprechern eine hörbare Verbesserung darstellen.

Das Jehnert System hat nicht nur selbstentwickelte Kalotten, es hat auch andere und wahrscheinlich bessere Positionen. Also auf das Armaturenbrett aufgesetzt. Darüberhinaus hat es eine vorab eingemessene DSP Konfiguration.
Die Hauptlautsprecher beschallen den Fahrer und Beifahrer auf den Sitzen fast direkt und nicht komplett indirekt. Das bietet Vor und auch Nachteile. Vorteil ist ein saubere Abstrahlung, Nachteil ist das es eigentlich nicht möglich ist auf beiden Hörpositionen das Stereoabbild gleichermaßen zusammenzusetzen. (Bei einer Monoaufnahme sieht das anders aus.)

Der Innenraum des WOMO ist akustisch betrachtet eine kaum zu lösende Aufgabe. Es kann eigentlich nur ein "Raumklang" erreicht werden. Genau genommen währe ohne Definition des Hörplatzes ein Monosignal das Beste.
Alle Lautsprechersysteme sollten zur best möglichen Wiedergabe eingemessen werden. Das macht man heute mit DSP. Viele "Autoradios" oder "Mediacenter" haben derartige Funktionen womit auch gern geworben wird. Das Einstellen kann entweder durch das Hören selbst oder durch Einmessen geschehen. Hören ist sehr sehr schwierig. Dazu braucht man ganz viel Geduld und ein geschultes Ohr. Einmessen ist da der bessere Weg. Entweder man hat ein Rechner, eine gute externe Soundkarte, ein entsprechendes Mig und die Software wie zum Beispiel Akkurate und macht es selbst. Darüberhinaus muss man auch noch wissen wie man das alles bedient und was man mit den Messwerten anfängt.
Ich rate davon ab all Dinge zu kaufen und - mal eben - selbst einzumessen. Es gibt aber sicher Fachwerkstätten die diese Dienste anbieten.

Das Signal was die Lautsprecher bekommen werden, ist sehr deutlich in der Qualität beeinflusst oder limitieren. Der Verstärker im "Radio" , der eingebaute DAC sprich digital - Analogwandler im "Radio" und die Dateiqualität des "Musikstückes" selbst sind die Hauptpunkte. Kabel usw. lass ich mal komplett raus.
Hat man kein "guten" Verstärkerteil, DAC und eine gute Datei braucht man auch keine "besonders" gute Lautsprecher.

Der Subwoofer kann auch nur das leisten was er bekommt und ist besonders abhängig von der Einbausituation. Zunächst sollte man sich Gedanken machen ob das Signal im Frequenzgang getrennt wird und wenn dann wie. Je nach Membraneigenschaft des Tieftöners, also Sub und den Mittel / Hochtönern sollte da entschieden werden. Es gibt also keine Faustformel wie bei 150 Herz ist steil zu trennen. Das kann richtig sein, muss es aber nicht.
Der Tieftöner von Eton und vielen anderen Systemen wird in die Tür eingebaut. Somit ist die Tür quasi das Gehäuse. Die Tür ist alles andere als steif und kann die Bewegungen des Lautsprechers nur bedingt "festhalten". Es wird dann gern gedämmt und mit Dämpfungen gearbeitet.
Der Jehnert SUB ist selbst schon geschlossen und damit sicher die bessere Wahl, da das "Gehäuse" kleiner und stabiler ist. Es wird den Bass etwas "trockener" darstellen können.

Von all diesen SUB Systemen darf man aber nicht zu viel erwarten. Sie können allenfalls Luft bewegen. Absolut saubere Basstöne und damit meine ich Töne unter 100 Herz können diese Konstruktionen nicht wiedergeben.

Wenn wir unseren GT haben, werde ich zunächst zuhause im Stand vorne ein paar kleine Studiolautsprecher drapieren und selbst messen was da geht. ( Ich habe all dieses Messwerkzeug und weiß damit umzugehen ).
Viel verspreche ich mir nicht davon, außer das man wahrscheinlich feststellen muss, dass es keinen Sinn macht das "große Besteck" zu wählen.
Viel mehr glaube und vermute ich, das wir die Eton einbauen um etwas besser während der Fahrt zu hören und für den Musikgenuss im Stand eine Kopfhörerlösung mit einem HighRes Player anstreben werden.

Wer wert auf Musikhören legt sollte zumindest die werkseitigen Tröten gegen die Eton oder die Aston oder vergleichbare Lautsprecher tauschen ( lassen ). (Wobei hier das Einmessen nicht zu vergessen ist.)
Meine Lösung muss nicht die richtige für jemand anders sein.

Hoffe etwas helfen zu können.

Gruß Uli
Lenkerlinks
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks » Sonntag 5. Mai 2019, 18:08

Hallo,

ohne Werbung zu betreiben kann ich zum Beispiel
https://www.carhifi-store-buende.de

empfehlen. Die messen auch ein wenn man das möchte.

Hier wäre die Gladen Lautsprecherkombi zu empfehlen und dazu ein kleinen passenden Verstärker.
https://www.carhifi-store-buende.de/gla ... mifront-iv
https://www.carhifi-store-buende.de/mosconi-pico-2


Gruß Uli
Micha1606
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Micha1606 » Sonntag 5. Mai 2019, 20:17

Hi, ich habe jetzt gerade in meinem Carthago Eton Lautsprecher und einen aktiven Audio Systems Subwoofer unter den Beifahrersitz eingebaut.
In meinem PKW habe ich einen DSP von Audiotec Fischer (Match 62DSP) und einen passenden passiven Sub eingebaut. Das würde ich im Kastenwagen verbauen, da gibt es ab Werk ein Soundprofil für den Ducato. So weit ich weiß ist das auch der DSP den Jehnert verbaut.
Ach ja, Gekauft habe ich die Teile bei ARS24. Die Beratung am Telefon war sehr gut.
Lenkerlinks
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks » Freitag 24. Mai 2019, 13:09

Hallo,

Die Beschallung ist in unserm GT entsprechend meiner Vorstellungen umgebaut.

Was haben wir ?

Pioneer AVIC-F980DAB-C

ONE 165 DUCATO Remifront IV

Mosconi GLADEN PICO 2

Ohne Auto kann man nur Visionen haben, da man weder messen kann noch hören.

Um das Richtige für uns auszusuchen habe ich zunächst eine Fahrt mit Messung gemacht.

Messungen bei 60, 90 und 110 Kilometer Geschwindigkeit. Gemessen mit Mikro am Laptop.
Die Motor und Fahrgeräusche halten sich bis 90 recht gut in Grenzen.
Bei 110 wird der Pegel der Fahrgeräusche schon recht hoch. Die meisten Geräusche sind so bei 190-260 HZ, also im unteren Mitteltonbereich. Das verändert sich nicht bei verschiedenen Geschwindigkeiten – eben nur der Pegel.

Messungen im Stand

Verschiedene Hörpostionen

Fahrer / Beifahrersitz auch jeweils mit umgedrehten Sitzen und einmal Sitzbank.

Messung mit kleinen Abhörmonitoren, Steinberg UR22 MK2, beyerdynamic MM1 Kondensator Messmikrofon, Computer, Kabel und Landstrom.

Da bin ich ehrlich gesagt etwas überrascht, das es kaum Raummoden gibt. Im Bass wird die ein oder andere Plastikverkleidung bei hohem Pegel hörbar angeregt und das wars. Damit sind die räumlichen Bedingungen besser als erwartet. Der Dachfloor schluckt gut und die verwinkelte Räumlichkeit macht auch anscheinend was aus.

Dennoch, wie in jedem Auto, ist die Position der Wandler im Bezug auf die jeweilige Hörposition, stark limitierend, was ein echtes Stereodreieck quasi unmöglich macht.

Nach allen Messungen waren wir uns einig das das Invest in die Beschallung wie oben beschreiben ausfallen sollte.
Jetzt könnte man fragen „Warum kein Subwoover?“ Antwort – Weil die Fahrgeräusche auf Grund der höheren Frequenzen nicht, oder nur teilweise mit dem SUB „aufgefangen“ werden können. Der Pioneer bietet schon recht umfangreiche digitale Mittel um da gegensteuern zu können. Letztlich wurde die Endstufe gewählt um den Mittel / Tieftöner etwas auf die Sprünge zu helfen.

Ziel war auch keine Disco, sondern ein schön klarer Klang mit einem annehmbaren Frequenzgang.
Also ans Werk.

Die Blenden in der Türverkleidungen sind geklipst und etwas störrisch abzubauen. Beherzt an den richtigen Stellen mit Kuststoffhebelwerkzeug drangehen dann klappt das.
Den vorhandenen Treiber abklemmen, Schrauben ausschrauben und das Teil zur Seite legen.
Wie man dann sieht - sieht man nix. In der Tür ist in diesem Bereich weder gedämmt noch sonst irgendetwas zu sehen außer das nackte Türblech von innen.
Das darf nicht so bleiben. Weder für den Lautsprecher noch im Bezug auf Wintertauglichkeit.

Was ist zu tun. Wer es richtig wissen will baut den Rest der Verkleidung ab und dämmt die Türe. Das hier zu beschreiben führt allerdings zu weit, daher beschreibe ich nur den Bereich der Lautsprecher.

Gladen hat eine hochwertige Bitumendämmung in Bogenformat. Hier sollte man seine Zuschnitte machen, aber nicht für die Tür! In Anbetracht von erheblichen Kondensatbildungen würde das ein Paradies für Schimmel werden.
Deshalb lieber eine Alubutyl Dämmung wie zum Beispiel Zealum ZN-Base1. Die nimmt kein Wasser auf und ist damit die bessere Wahl.
Nach dem fleißigen Auskleben der Blechfläche kann man hingehen und eine Kidschurr aus Biutyl kreisrund auf die Dämmung kleben. Hierüber wieder ein Streifen der Dämmmatte. Die Lage sollte vorab eingemessen werden vom späteren Mittelpunkt des Magneten des Lautsprechers.
Wie hoch man diese Wulst legt ist Geschmacksache. Ich habe die Wulst ca. 1,5 cm hoch gemacht und hat einen ungefähren Durchmesser von 160 mm.

Der Lautsprecher hat am Korb Rand einen ca 15 mm breiten Kunststoffring. Den habe ich mit der Gladenfolie beklebt. Hat den Sinn, das der Sitz damit verbessert wird und zusätzlich abgedichtet wird.
Dann wurden die Plastikflächen vor dem Lautsprecher, also zum Fahrzeuginneren, an der Türverkleidung mit der Gladenmatte beklebt. Quasi die Flächen hinter der zum Schluss wieder zu montierenden Blende.
Neuen Lautsprecher an den Stecker anschließen, einschrauben und fertig. ( Die Blende habe ich nach Soundcheck erst wieder aufgeklippt ) .

Nun der Hochtöner.
Das gestaltet sich etwas fummlig und es empfiehlt sich da mit zwei Leuten zu arbeiten.
Zunächst die Gummilippe vorsichtig am Türausschnitt der Karosse in dem Bereich der Remise abziehen. Alle Schrauben der Remise in zei Teilen oben zum Dachhimmel abschrauben. Da gibt’s drei verschiedene Sorten Schraben. Teils mit Blendstopfen. Die Verkleidung oben ineinandergesteckt, Bei mir war die Fahrerseite unter die Beifahrerseite gesteckt. Somit war die Beifahrerseite zuerst dran. Ist das Ding lose, zur Wagenmitte auf dem Draht zu vorsichtig zur Wagenmitte schieben und temporär fixieren.
Die Verkleidung A-Säule ist nicht geschraubt, sondern auch geklippst. Hier wieder vorsichtig abhebeln. Jetzt kommt der Zweimannpart. Einer muss das Teil einfach mal festhalten, damit der „Monteur“ den vorhanden Hochtöner abklemmen und ausschrauben kann.
Der neue Hochtöner hat am Kabel noch eine Weiche. Dies ist ein elektronisches Teil was extra für dieses Komplettsystem abgestimmt sein soll. Ich habs noch etwas gedämmt mit Filzmatte und Klebeband. In der Plastikabdeckung habe ich noch Schaumstoffdämmstreifen eingeklebt.
Hochtöner mit der mitgelieferten Aufnahme passend einsetzen und anschrauben. Stecker einstecken.
Weiche in den unteren Bereich der Verkleidung mit Klebeband fixieren.
Jetzt kann die Verkleidung wieder aufgeklippst werden, die Türdichtung wieder ausgesteckt werden und ganz zum Schluss auch nach der Fahrerseite die obere Verkleidung wieder angeschraubt werden.
Fahrerseite analog zur Beifahrerseite.

Lautsprecher sind nun verbaut. Anschließend noch den Verstärker einbauen.

Blende des Radio abbauen ist mindestens so beherzt zu hebeln wie die Blenden in der Türverkleidung.
Das „Radio“ ist in einem Metallrahmen mit Mikroschrauben befestigt. Die Schrauben kann man beim Rausschrauben nur mit Tricks sichern. Entweder etwas Sika oder ein Magnetarm einsetzen, sonst sind die Schrauben irgendwo hinter die Armatur für immer verschwunden.
Nun auf das Armatuernbrett eine Filzmatte auslegen um das Radio dort unbeschadet abzulegen.
Radio rausziehen ohne Kabel abzureißen und auf die Matte legen. Es ist schon erstaunlich wieviel Kabel das Teil hat.
Das geschulte Auge sieht – Hoppla die Antenne DAB ist nicht belegt. Da nur ein Koaxkabel zur Antenne geht wird das umgebaut. Ich hab mir eine „Weiche“ zusammengelötet mit den jeweiligen Steckern für Analog und Digitalstecker zum Radio.

Jetzt das obere Fach auf dem Armaturenbrett Beifahrerseite aufgemacht und den Boden ausgeschraubt. Im Fußraum Beifahrerseite die Verkleidung abgenommen und den Deckel des Beifahrersitzsockel abgenommen. Wir haben dort eine Aufbaubatterie.
Die werkseitige Verkabelung im Fußraum ist abenteuerlich und wirr. Hier sollte der Verstärker dennoch genug Platz finden. Das mitgelieferte Kabel richtig herum vom Fach Richtung Radio gekonnt einziehen und das andere Ende runter in den Fußraum.
Die Kabel in das Radio einstecken, beziehungsweise austauschen. Hier verweise ich auf das Manual sonst wird das hier zu lang. Das Gleiche in der Endstufe. Ich habe alle Kabelstecker nochmals mit Klebeisolierband speziell am Verstärker geschützt und fixiert.
Die Endstufe soll den Strom von der Aufbaubatterie bekommen. Das mitgelieferte Kabel ist dafür leider etwas zu kurz. Ein längeres ist zu erwerben. Dieses Kabel wird recht einfach unter dem Kunststoffboden des Beifahrers entweder mit einem Draht oder schlanken Unterarmen gezogen. Geht sehr gut. Entsprechend beidseitig abschließen – fertig.
Die Endstufe hat einen Montageblock. Mittels diesem schönen Block kann man den Verstärker an einem vorhandenen Metallbügel im Fußraum mit Metallschrauben fixieren.

Soundcheck – Radio an – läuft. Sogar DAB läuft 😊

Alle Blenden bis auf die Fußraummatte wieder einbauen. Das Gain am Verstärker kann man sonst nicht nachjustieren.

Nun , ohne Feinjustierung darf man sagen, die Aktion hat sich gelohnt. Der Klang ist schon recht gut. Der Vorher – Nachher Unterschied ist schon recht groß. Einen Woofer vermisse ich nicht.
Die Musikleistung aus dem Tunerteil ist ein wenig besser geworden. Die Musikleistung aus CD oder Stick ist deutlich besser geworden. Da kann man schon sehen wie schlecht die Datenqualität der Sendeanstalten geworden ist. Sehr traurig das hier dermaßen runtergesampelt wird, dass es eigentlich kein Spaß mehr macht.

Bei Zeiten schreibe ich wie die Feinjustage die ich noch angehen werde gemacht habe.

Gruß Uli
Lenkerlinks
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks » Mittwoch 29. Mai 2019, 13:09

Hallo,

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass unser werkseitig eingebaute Pioneer AVIC-F980DAB-C kein Digitalradioantennenanschluss hatte. Ist wohl vergessen worden.

Prüfen läßt sich das ganz einfach, indem man auf Digitalradio wechselt. Dort wird angezeigt was die „Quelle“ ist. Ich habe zuerst garnicht darauf geachtet, weil wenn kein Digitalsignal ankommt schaltet das Gerät selbstsändig auf Analog um. Es kommt Musik, aber kein DAB2.

Die Qualität von UKW und DAB liegt nicht wirklich weit auseinander. DAB klingt etwas steriler. Klanglich also Geschmacksache.

Nun kommt der zweite Teil – Feinjustage wie angedroht.

Radio ob DAB oder UKW liegt klanglich, zumindest mit diesen Gerätschaften, extrem weit von Konserve auseinander. Die Tunerleistung des Gerätes scheint doch recht beschränkt zu sein.

Da das Pioneer die Möglichkeit bietet 2 Custom Einstellungen zu speichern, wähle ich meine Einstellungen Custom1 für Radio und Custom2 für Konserve.
Ursprünglich wollte ich eine für Fahrt und die andere für Stand einstellen. Es erscheint mir jedoch wichtiger besonders dem Radio auf die Sprünge zu helfen, als Fahrtstörgeräusche zu beinflussen.
(Vielleicht werde ich irgendwann einen entsprechenden Lautsprecher irgendwo einbauen der vornehmlich den entsprechenden Frequenzbereich bearbeitet mit etwas mehr Pegel um gegen die Fahrtgeräusche anzustinken.)

Dann bietet das Gerät sogar die Option des „Selbsteinmessens“. Hierzu muss man entweder das Micro von Pioneer dazukaufen oder schon eins besitzen was den entsprechend Stecker hat oder halt einen Adapterstecker.

Ich habe mein eigenes Micro benutzt um einerseits zu schauen was die „Selbsteinmessung“ so kann und was ich mit externen Geräten kann.

Der Aufbau bei der Selbst oder automatischen Einmessung ist im Handbuch eigentlich schon recht gut beschrieben.
Um möglichst nah an der tatsächlichen Raumsituation zu sein, habe ich auf Fahrer und Beifahrersitz aus Decken und Kissen zwei Körper nachgeformt. Naja fast 😊. Zumindest haben sie eine ähnliche Dämpfung wie Personen möchte ich meinen.

Aber nun zur Messung. Es gilt noch zu beachten ob und wie ein Leistungsverstärker angeschlossen ist. In meinem Fall die Pico. Ich gehe hier bewusst nicht darauf ein, weil dass zu weit führt.
Bei den Gladen Lautsprechern ist auch eine Weiche verbaut, die auf den Ducato abgestimmt sein soll. Dies kann auch zu falschen Messungen führen. Tief oder Hochpassfilter müssen richtig eingestellt sein.

Die automatische Messung wird auf dem Equalizerplatz Custom1 abgelegt. Dort kann man sich das Ergebnis anschauen oder eventuell abfotografieren oder aufschreiben wie die Regler positioniert sind.

Nach mehrfacher Messung darf ich sagen, klingt auf jeden fall schon mal besser als die werkseitigen Einstellungen.

Diese Automatische Messung nimmt jedoch keine Einstellungen im Pegel der einzelnen Lautsprecher vor und kann auch nur ganz begrenzt mit der im Gerät einstellbaren „Weiche“ umgehen.


Ich rate an, diese Messung durchzuführen oder vom Fachmann durchführen zu lassen.

Meine Messung ist etwas umfangreicher.

Da ich einen Leistungsverstärker habe kann ich dort auch einiges einstellen was die Signaleigenschaften verändert. Da ist der Grad der Verstärkung, Phasen und Hoch sowie Tiepassfilter.

Aus dem Datenblatt der Lautsprecher kann man schön sehen wo der Hoch und der Mitteltieftöner getrennt sein sollten. Wenn man die Lautsprecher einzeln laufen lässt und dann misst kann man das abgleichen. Ebenso den Pegel der einzelnen Lautsprecher an den Hörpositionen ist so einzeln messbar. Dazu braucht man keine Stecker ziehen, sondern stellt alle Lautsprecher stumm im Pioneer, bis auf den zu messenden.
Letztlich wird hier auch die Weiche der Gladen abgebildet in den Messungen und wie tief der Mitteltieftöner denn so kommt.

Gut. Wenn ich alles richtig gemacht habe so sind nun alle Lautsprecher eingepegelt.

Der Frequenzgang sieht aber echt bescheiden aus. Also wird im Equalizer entsprechend angehoben oder abgesenkt bis es passt. Fertig.

Was soll ich sagen – nochmal hörbar besser. Ich finde es hat sich gelohnt. Meine Messung habe ich auf Custom2 abgelegt. Man kann so einfach hin und herschalten und die automatische Messung mit der eigenen Einstellung im AB Vergleich anhören. Also bleibt custom2 für Konseven. Custom 1 wird gelöscht, denn da wird für den Radiobetrieb angepasst.

Da die Qualität des Radioteil sprich Tuner eher bescheiden ist muss hier der Hochton etwas abgesenkt werden und der Mittelton etwas angehoben werden. Da Radio insbesondere im Fahrbetrieb gehört wird, habe ich hier bei 190-260 HZ auch etwas angehoben um die Fahrtgeräusche etwas abzumildern.

Diese Einstellung liegt nun auf Custom 1 bei mir. Auch diese ganzen Messungen haben dem Klang geholfen.

Die Beschallung ist jetzt gar nicht so übel. Ich behaupte – besser als so ein Bose Brüllwürfel oder Soundbar. Die Musikabbildung hat keine echte Bühne, aber hat eine gewisse Körperlichkeit die vorher absolut nicht da war. Es ist so eine Art Raumklang der die Position einzelner Musikinstrumente erahnen lässt. Keine Hallsauce sondern klar und mit etwas Tiefenstaffelung.

Meine Meinung – reicht völlig aus im WOMO.

Danke fürs lesen.

Gruß Uli
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Malibubiker » Freitag 31. Mai 2019, 05:12

:Danke: vielen lieben Dank für die Tollen Tips ! Ich habe heute einen Termin für den Einbau
Hoch und mitteltöner werden wohl von Eton kommen, eine kleine Endstufe von Facon und ein 16 subwofer von Axton

Ich bin mal gespannt
Lenkerlinks
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks » Montag 3. Juni 2019, 13:52

Hallo,

und läuft?

Ich denke das die Eton, Focal oder Gladen sich nicht viel unterscheiden.

Gruß Uli
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Lenkerlinks » Montag 12. August 2019, 23:29

Hallo,

ich missbrauche mal den Fred hier um die Nachhaltigkeit meiner Anschaffungen und Überlegungen in Bezug auf die Beschallung im Malibu GT 640 nach längerer Benutzung Kund zu tun.
Um es kurz zu machen (und damit nicht jeder meine ellenlangen Texte durchlesen muss zunächst) meine "Anlage" im Womo in Kurzform
Pioneer AVIC-F980DAB-C
ONE 165 DUCATO Remifront IV ( Gladen Soundsystem for Ducato)
Mosconi GLADEN PICO 2 ( Endstufe )
Subwoofer = Nix

Es ist nicht nur wahrscheinlich, sonder bestimmt so, dass diese Komponenten die Musikwiedergabe gegenüber der werkseitigen Komponenten verbessert haben, jedoch im Langzeitbetrieb nicht so wie ich mir das erhofft hatte.
Alles hat einen Flaschenhals, quasi das schwächste Glied in einer Kette das alles limitiert. Dies ist der Pioneer AVIC-F980DAB-C. Die Tunerleistung im UKW ist gelinde gesagt schlecht. Die Tunerleistung im DAB ist klanglich im ersten Moment etwas besser. Jedoch darf ich sagen das DAB während der Fahrt gern abreißt und den Musikgenuss damit stark einschränkt. In den Beneluxstaaten ist DAB wohl übersprungen worden. Hier ist Stream via Internet wohl deutlich besser. Dies funktioniert anscheinend recht gut auf Grund einer sehr guten Netzabdeckung und in Verbindung von einem schnellen Mobilephonevertrag oder Ähnlichem.

Der Pioneer wartet mit jede Menge Einstellungsmöglichkeiten auf und kann so gut wie alle möglichen Musikformate abspielen. Das kann er - jedoch nicht wirklich gut.

Wir lassen den bescheidenen Tunerteil mal außer Acht und widmen uns der Wiedergabe der digitalen Konserve. Das Gerät kann, laut Spezifikation, sogar Lossless Audiodateien wiedergeben. Dies hat meine Erwartungen beflügelt und hatte mich daher hoffen lassen, dass Audiodateien im FLAC Format eine annehmbare Musikwiedergabe ermöglicht.
Dem ist nicht so. Das Gerät kann zwar auch Flac Dateien wiedergeben, aber der in meinem Empfinden sehr schwache DAC, durch den wohl auch die Lossless Datei ( Flac) geschickt wird, macht das Ganze zu einem eher semitollen Musikgenus.

Der Pioneer wird in den Tests verrissen, weil der Navigationsteil eher schlecht ist, jedoch die Musikleistung wird gelobt. Der Naviteil ist schlecht - das kann ich unterschreiben! Die Musikleistung ist aber genauso miserabel und kann nicht wirklich das erreichen was man in den einschlägigen Gazetten und in Testberichten ließt.

Wer also gut Musik hören will, insbesondere wenn man mit dem WOMO steht, sollte vielleicht eher darüber nachdenken sich einen portablen Highresplayer mit einem passenden Kopfhörer anzuschaffen, als das Geld in so einem Gerät zu versenken.
( Die Lautsprecher können deutlich mehr als der Pioneer liefert. Das habe ich mit anderen Geräten getestet. Allerdings benötigen diese Geräte Landstrom)

Fazit. Meine Anschaffung Lautsprecher + Endstufe haben Geld gekostet von dem wir uns mehr versprochen haben. Sicher ist es besser als die werkseitige Audioanlage , aber im Stand für uns nicht so gut das wir es benutzen wollen.
Wir hören damit unterwegs und machen es nicht an wenn wir stehen.


Danke fürs lesen

Gruß Uli

Edit - Das Ganze ist Heulen auf recht hohem Niveau. Selbstverständlich kann man den Nachrichtensprecher oder die Staunachrichten gut verstehen. Allerdings hat das nichts mit wirklich guter akustischer Wiedergabe zu tun. Es ist im Endeffekt verbessert aber auch eben für uns nur das und nicht ausreichend um damit wirklich in die Versuchung des Genusses zu kommen.
Niklasgrewe
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Re: Soundsystem 640 GT

Ungelesener Beitrag von Niklasgrewe » Dienstag 13. August 2019, 14:01

Moin Uli,

ich fahre zwar keinen Malibu, sondern Carthago ist aber eh egal, da die Basis gleich ist. Man kann in den Ducato schon eine vernünftige Anlage einbauen. Der Einbauaufwand und das unbedingt notwendige einmessen für den DSP sollte eingeplant werden. Ich bin mit meinem Ergebnis jedenfalls sehr zufrieden, habe allerdings auch deutlich mehr Arbeit und Zeit investiert.

Meine Komponenten: HU: Pioneer SPH-DA230DAB, Passiver DAB Splitter von Blaupunkt, Hochtöner: Hertz Mille 280.3, TMT: Dynaudio MW160, Subwoofer (Untersitz): Carpower Pulsar 10, DSP Endstufe ESX QE80.6, Dämmpaket von Fortissimo

Die Türen wurden komplett auseinander gebaut und vollständig gedämmt. Der TMT wurde mit einem Adapterring direkt an die Tür geschraubt (Luftdicht versiegelt). Die Hochtöner sind in Kugeln auf den Fahrer montiert ausgerichtet worden.

Danach folgte ca. 1 Tag einmessen und einstellen des DSP´s. Bis auf die Hochtöner ist die gesamte Anlage unsichtbar.

https://photos.app.goo.gl/aguwnoTmgs78V5Yu9

https://photos.app.goo.gl/S5ChYuyyHJgyWK4X6

Gruß Niklas
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